Deutsche Verleger klagen nach Google auch Yahoo und GMX

2. Juli 2014, 10:56
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VG Media möchte von den Suchmaschinenbetreibern Vergütung für ihre Inhalte

Die deutsche Verlegerallianz VG Media geht gegen weitere Suchmaschinenbetreiber vor. Nach der Klage gegen Google und der Beschwerde beim Bundeskartellamt nehmen die Verleger auch Yahoo und 1&1, den Betreiber von GMX, ins Visier.

Die VG Media pocht auf eine Zahlung für die Verwertung ihrer Inhalte nach dem Leistungsschutzrecht, das 2013 von der deutschen Regierung verabschiedet wurde. Vergütet werden sollen die Artikelanrisse, die von Suchmaschinen gezeigt werden und auf die verlinkt wird.

Bis zu elf Prozent des Umsatzes

Wie berichtet fordern die Verleger bis zu elf Prozent des Umsatzes, den Suchmaschinenbetreiber mit den Inhalten der Nachrichtenseiten lukrieren, indem sie Werbung schalten.

Da Yahoo und 1&1 kein Interesse an Verhandlungen gezeigt hätten, werde der Rechtsweg beschritten, begründet VG Media die Klage, die bei der Schiedsstelle des Deutschen Patent- und Markenamtes eingebracht wurde.

Die VG Media ist ein Zusammenschluss von zwölf deutschen Verlagen, darunter befinden sich Medienhäuser wie Axel Springer, Burda und Funke. (red, derStandard.at, 2.7.2014)

  • Nach Google nehmen die Vewertungsgesellschaft VG Medie weitere Suchmaschinen ins Visier.
    foto: reuters/balibuse

    Nach Google nehmen die Vewertungsgesellschaft VG Medie weitere Suchmaschinen ins Visier.

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