Briten vor Start der Tour euphorisch

1. Juli 2014, 21:40
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Vorjahressieger Froome und Sprinter Cavendish wollen schon in der Heimat aufzeigen

Leeds/Wien - Im Mai startete der Giro d'Italia mit drei Etappen in Nordirland und Irland. Am Samstag beginnt die Tour de France ebenfalls auf den britischen Inseln. Der Startschuss erfolgt diesmal im englischen Leeds. Das Ziel der dritten Etappe ist in London, ehe die Radrundfahrt auf dem europäischen Festland fortgesetzt wird.

"Ich hoffe auf eine ähnliche Hysterie wie in London 2012 aus Freude und Begeisterung am Radsport", sagte der deutsche Zeitfahrweltmeister Tony Martin und verwies auf das olympische Einzelzeitfahren, das mit dem Heimtriumph des Briten Bradley Wiggins endete. Der 34-Jährige, der als erster Brite die Tour de France 2012 gewann, fehlt bei der 101. Auflage. Er gibt stattdessen ein Comeback im Bahnradsport. Für Martin ist aber auch ohne Wiggins klar: "Es werden drei gigantische Tage." Ein findiger Wirt im englischen Langsett schenkt Epo Ale aus. Andere Tour-Orte heißen die Radrundfahrt mit gelben Hausanstrichen willkommen.

Der britische Sky-Fahrer Christopher Froome nährt die Hoffnungen seiner Landsleute auf einen neuerlichen Gesamtsieg. Schon auf der zweiten, hügeligen Etappe von York nach Sheffield könnte sich der Titelverteidiger erstmals in Szene setzen. Sprinter Mark Cavendish würde am liebsten nach dem ersten Teilstück nach Harrogate das Gelbe Trikot tragen: Seine Mutter ist unweit des Zielortes aufgewachsen.

"Ich denke, dies wird der Moment, in dem Großbritannien wirklich zur Radsportnation wird", sagte Sky-Teamchef David Brailsford. Für das Team fährt auch der Steirer Bernhard Eisel - als einziger österreichischer Beitrag zur Tour. (krud, sid; DER STANDARD, 1.7.2014)

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  • Vorjahressieger Froome will es wissen.
    foto: apa/epa/valat

    Vorjahressieger Froome will es wissen.

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