Mit Wahnsinn gegen die Armut

1. Juli 2014, 20:09
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Die aktuelle Inkarnation der Band Madness spielt im Rahmen der "Nacht gegen Armut" in der Arena ein Best-of-Programm

Wien - Wer Gutes tun will, muss oft einen Schritt mehr machen. Passenderweise wird es am Donnerstag irgendwann One Step Beyond von der Open-Air-Bühne der Arena schallen. Es ist der größte Hit der britischen Band Madness, mit dem sie Anfang der 1980er-Jahre berühmt wurden. Zusammen mit den US-amerikanischen Toasters treten sie in der von der Volkshilfe initiierten Nacht gegen Armut auf.

Aus dem Norden Londons kommend, waren sie in der Zeit des Postpunk vom Ska infiziert worden und vereinnahmten diesen für sich. Schlecht ernährt, mit gelben Zähnen und einer Portion Wahnsinn unterm Hut wurden sie ihrem Bandnamen ab 1979 gerecht. Man jubelte der Band sogar den Begriff "Nutty Sound" unter. Für Widerspruch sah diese keinen Grund. Mit vergleichbaren Formationen wie den Specials (A Message To You Rudy) zählten Madness zur Speerspitze des neuen Ska und waren kommerziell höchst erfolgreich.

Mitte der 1980er-Jahre überwarf man sich erst einmal, kam dann aber wieder zusammen, trennte sich erneut - zurzeit ist die aktuelle Inkarnation der Band wieder umtriebig und wird aus ihrem umfangreichen Katalog ein Best-of-Programm spielen. Da soll es schon einmal zu einem Erdbeben gekommen sein. Aufwärmen wird die nicht minder legendäre US-Ska-Band The Toasters. (Karl Fluch, DER STANDARD, 2.7.2014)

Nacht gegen Armut,
Arena, Baumg. 80, 1030 Wien, 3. 7., 19 Uhr


  • Madness-Saxofonist Lee Jay Thompson beim Sziget- Festival in Budapest 2010. Am Donnerstag spielt die Band in der Wiener Arena.
    foto: apa/epa/balazsz mohai

    Madness-Saxofonist Lee Jay Thompson beim Sziget- Festival in Budapest 2010. Am Donnerstag spielt die Band in der Wiener Arena.

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