Lieberman fordert breite Militäroffensive im Gazastreifen

1. Juli 2014, 19:18
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Außenminister: "Kopf nicht in den Sand stecken"

Jerusalem/Gaza - Nach dem Mord an drei israelischen Jugendlichen hat Außenminister Avigdor Lieberman eine große Militäroffensive im Gazastreifen gefordert. "Wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken", sagte Lieberman am Dienstag. Er sprach wenige Stunden vor einer geplanten Sitzung des israelischen Sicherheitskabinetts von einer Fortsetzung der Operation "Schutzschild" im Westjordanland im Jahre 2002.

Gegen Einheitsregierung

Verteidigungsminister Moshe Yaalon hatte am Dienstag bekräftigt, dass Israel die radikalislamische Hamas als verantwortlich für den Mord an den Jugendlichen sieht, die am Vortag nahe Hebron tot aufgefunden worden waren. Israel forderte zugleich die Fatah-Organisation von Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas auf, ihre Einheitsregierung mit der Hamas aufzukündigen.

Tausende von Trauernden versammelten sich am Dienstag zur Beisetzung der drei Jugendlichen. Auch Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und der scheidende Staatspräsident Shimon Peres sprachen den Familien bei der Zeremonie auf dem Friedhof von Modiin - einer Stadt zwischen Tel Aviv und Jerusalem - ihr Beileid aus. (APA, 1.7.2014)

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