Kulturplattform am Linzer Hafen

1. Juli 2014, 15:12
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Rausputzen des Hafenareals soll 273 Millionen Euro kosten - In luftiger Höhe solle eine Flanierebene, eine 10.000 Quadratmeter begrünte Plattform eingezogen werden

Linz - Der Linzer Hafen wird in den kommenden zehn Jahren herausgeputzt. Der am Dienstag von der Linz AG präsentierte Masterplan integriert neben Logistik und Gewerbe auch Kultur, Freizeit und den freien Zugang zum Wasser. Möglich wird das durch eine in luftiger Höhe eingezogene zweite Ebene, auf der man über dem wirtschaftlichen Geschehen flanieren kann. Kostenpunkt des Gesamtprojektes: 273 Mio. Euro.

Aus einem Wettbewerb sind die Grundkonzeptstudie der Welser Architekten Luger & Maul sowie im Logistik-Bereich der Beitrag der Kremser Ziviltechniker Retter & Partner als Sieger hervorgegangen. Die Umsetzung muss noch im Detail ausgearbeitet werden. Sie soll auf die kommenden zehn Jahre gerechnet 273 Mio. Euro kosten, davon trägt die Linz AG 151 Mio., weitere 122 Mio. will man durch Investoren aufbringen. Die erste Etappe der Umsetzung soll im Frühling 2015 mit dem Umbau der alten Obst- und Gemüse-Großmarkt-Halle und dem Abriss der beiden alten Silos starten.

10.000 Quadratmeter große, begrünte "Kulturplattform" 

Bisher hatte es schon zarte Ansätze gegeben, das Gebiet auch für Kultur und Erholung zu nutzen. Das Problem: Das Betreten des Hafens sei gesetzlich verboten und man brauche immer eine Reihe von Ausnahmegenehmigungen, erklärte Linz-AG-Vorstandsdirektor Erich Haider. Der Masterplan, der am 7. Juli im Aufsichtsrat beschlossen werden soll, sieht nun vor, dass in zwölf bis 18 Metern Höhe eine gut 10.000 Quadratmeter große, begrünte "Kulturplattform" entsteht. Dort kann man sich frei bewegen und auch zum Wasser hinuntergehen. Die Ebene soll mit dem nahe gelegenen Posthof eine "Kulturachse" bilden.

Als städtebaulich prägende Elemente sind ein "Hafenportal" - ein großes Gebäude mit Platz für Büro- und Gewerbeflächen - sowie ein gegenüberliegender "Hafenturm" geplant. Die Verkehrssituation soll durch eine "Bypass-Straße", einen Ausbau der Industriezeile und eine stärkere Öffi-Anbindung verbessert werden. Der Hochwasserschutz wird auf ein hundertjährliches Ereignis ausgebaut. Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) sieht in dem Projekt "eine Neuorientierung der Stadt mit dem Schwerpunkt Linzer Osten", Kulturreferent Vizebürgermeister Bernhard Baier (ÖVP) "einen Schritt, Linz näher an die Donau zu bringen". (APA, 1. 7. 2014)

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