Isaac-Newton-Medaille geht an Physikerin Deborah Jin

1. Juli 2014, 12:36
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US-Amerikanerin leitete die Arbeitsgruppe, die das erste Fermionen-Kondensat herstellte

London - Sie ist zwar nur mit 1.000 britischen Pfund (umgerechnet etwa 1.250 Euro) dotiert und wird erst seit 2008 vergeben. Dennoch gehört die Isaac-Newton-Medaille zu den prestigeträchtigsten Auszeichnungen, die an Physikerinnen und Physiker vergeben werden.

Verliehen wird der Preis nämlich durch das britische Institute of Physics (IOP), und die bisherigen Preisträger gehören zu den international renommiertesten Fachvertretern: 2012 etwa erhielt der britische Astrophysiker John Rees die Medaille, 2010 der Stringtheoretiker Ed Witten. Und 2008 war der österreichische Quantenphysiker Anton Zeilinger der Erstempfänger.

Die Preisträgerin

Am Dienstag gab das IOP bekannt, dass die Medaille 2014 an die US-amerikanische Physikerin Deborah Jin geht, die am National Institute of Standards and Technology in den USA arbeitet. Die 45-jährige Physikerin Jin leitete jene Arbeitsgruppe, die das erste sogenannte Fermionen-Kondensat herstellte. Ihre Experimente haben wesentlich zum Verständnis der fundamentalen Gesetze der Quantenphysik beigetragen, heißt es in der Begründung des IOP.

Für Jin ist die Isaac-Newton-Medaille  nicht die erste große Auszeichnung ihrer noch jungen Karriere: 2003 erhielt sie das prestigeträchtige MacArthur Fellowship ("genius grant“), 2005 wurde sie in die National Academy of Sciences gewählt und 2008 erhielt sie die Benjamin-Franklin-Medaille.

Die vom IOP ebenfalls am Dienstag vergebene Dirac-Medaille für theoretische Physik geht an Tim Palmer von der Universität Oxford für die Entwicklung probabilistischer Klimaprognosesysteme. (tasch, derStandard.at, 1. Juli 2014)

  • Deborah Jin gewann die Isaac-Newton-Medaille 2014.
    foto: nist

    Deborah Jin gewann die Isaac-Newton-Medaille 2014.

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