Belgisches Bordell darf nicht DSKlub heißen

1. Juli 2014, 08:54
23 Postings

Ein findiger Unternehmer in Belgien wollte seinem Etablissement markante Initalen verpassen - und blitzte ab

Das war dem ehemaligen Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) dann doch zu viel. Dominique Strauss-Kahn – in seiner Heimat Frankreich immer noch unter dem Kürzel DSK bekannt – klagte erfolgreich den belgischen Nachtklubbesitzer Dominique Alderweireld. Der unter dem Künstlernamen Dodo la Saumure bekannte 64-jährige Unternehmer wollte sein Bordell nahe der französischen Grenze DSKlub (Dominique Saumure Klub) nennen. Dass die Bezeichnung Erinnerungen an die mutmaßlichen Sex-Eskapaden des gestrauchelten IWF-Chefs DSK wecke, wollte er so nicht verstanden wissen.

Das Gericht in Tournai sah das anders. In erster Instanz hat es am Montag die Bezeichnung DSKlub verboten. Begründung: "In den Augen der Öffentlichkeit würden die Initialen die Assoziation zu Strauss-Kahn wecken". Bei Zuwiderhandeln drohe eine Geldstrafe von 3000 Euro.

Strauss-Kahn war im Mai 2011 als IWF-Chef zurückgetreten, nachdem er in New York wegen Vergewaltigungsvorwürfen festgenommen worden war. Ein Strafprozess wurde wegen mangelnder Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers, eines Hotel-Zimmermädchens, aber eingestellt. (red, derStandard.at, 1.7.2014)

  • Dominique Alderweireld hat das Nachsehen.
    foto: reuters/laurent dubrule

    Dominique Alderweireld hat das Nachsehen.

Share if you care.