Euro gibt etwas nach

30. Juli 2014, 15:59
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Der Euro hat am Mittwochnachmittag gegen den US-Dollar nachgegeben. Gegen 15.30 Uhr notierte der Euro bei 1,3376 US-Dollar. Nach leichten Abgaben im Tagesverlauf, fiel der Euro nach neuen US-Daten noch etwas weiter gegen den Dollar zurück.

Das US-Bruttoinlandsprodukt legte von April bis Juni aufs Jahr hochgerechnet um vier Prozent zu, wie das Handelsministerium am Mittwoch mitteilte. Es ist das stärkste Plus seit dem dritten Quartal 2013. Die starken Zahlen überraschten selbst Experten, die lediglich mit drei Prozent gerechnet hatten.

Mit Spannung erwartet werden jetzt das Ergebnis der laufenden US-Notenbanksitzung und der monatliche US-Arbeitsmarktbericht am Freitag. Die schon am Mittwoch gemeldeten Arbeitsmarktzahlen des privaten Arbeitsvermittlers ADP waren schwächer als erwartet ausgefallen.

Die jüngsten Daten signalisieren zwar einen anhaltenden Aufschwung am Arbeitsmarkt, dieser schwächte sich aber ab. Die US-Firmen haben im Juli 218.000 Stellen geschaffen, wie ADP zu seiner monatlichen Umfrage mitteilte. Damit war der Anstieg etwas schwächer als von Ökonomen erwartet, die im Schnitt ein Plus von 230.000 prognostiziert hatten.

Mit Spannung erwartet wird auch das um 20 Uhr MESZ anstehende Ergebnis der US-Notenbanksitzung. Devisenhändler erhoffen von den Notenbankern Hinweise darauf, ob eine Abkehr von der Nullzinspolitik der Fed vielleicht schon früher als erwartet kommen könnte. Entsprechende Signale könnten schnell zu weiteren Gewinnen des Dollar gegen den Euro führen, sagte ein Devisenhändler in Wien.

Der EZB-Richtkurs des Euro wurde heute mit 1,3401 (zuletzt: 1,3429) Dollar ermittelt und liegt damit -2,83 Prozent oder 0,0390 Einheiten unter dem Ultimowert 2013 von 1,3791 Dollar. Die EZB fixierte den Euro/Pfund-Richtkurs mit 0,7917 (0,7924) britischen Pfund, den Euro/Franken-Richtwert mit 1,2165 (1,2152) Schweizer Franken und den Euro/Yen mit 137,05 (137,04) japanischen Yen.

Für die tschechische Krone wurde heute von der EZB ein Richtwert von 27,509 (27,490) Kronen für einen Euro und für den ungarischen Forint von 311,14 (310,26) Forint je Euro ermittelt.

Heute früh lag der Euro noch bei 1,3406 Dollar und bewegte sich im Tagesverlauf in einer Bandbreite von 1,3368 bis 1,3414 Dollar. Der Euro/Dollar-Notenkurs wurde heute von den Banken im Mittel mit 1,3338 (zuletzt: 1,3440) Dollar gestellt. Die Parität Dollar-Yen lag heute etwa um 15.00 Uhr bei 102,67 im Mittel (zuletzt: 102,00).

In London wurde heute beim Vormittags-Fixing ein Goldpreis von 1.297,50 Dollar je Feinunze (31,10 Gramm) ermittelt, nach zuletzt 1.299,25 im Nachmittags-Fixing am Dienstag. (APA, 30.7.2014)

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