Weshalb Schimpansen Grashalme im Ohr haben - Neues Verfahren könnte Organspenden erleichtern

30. Juni 2014, 18:20
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Weshalb Schimpansen Grashalme im Ohr haben

foto: edwin van leeuwen
Seltsamer Schimpansenmodetrend: "If you are going to Zambia, be sure to wear a blade of grass in your ear" 

Nijmegen - Seltsamer Modetrend bei Schimpansen in Sambia: Wie der niederländische Dissertant Edwin van Leeuwen (Max Planck Institut für Psycholinguistik in Nijmegen) beobachtete, steckten sich acht Angehörige einer Gruppe von zwölf Tieren einen Grashalm ins Ohr und ließen ihn dort hängen. Die Forscher um van Leeuwen untersuchten, ob sich der Trend bei drei andern Schimpansengruppen fortsetzte - was er nicht tat, schreiben die Primatologen im Fachblatt "Animal Cognition". Trendsetterin der Grashalm-Mode war eine Schimpansin namens Julie, die von den anderen Tieren kopiert wurde.

Abstract

Animal Cognition: "A group-specific arbitrary tradition in chimpanzees (Pan troglodytes)"

Neues Verfahren könnte Organspenden erleichtern

Boston - Ein großes Problem bei Organtransplantationen ist die Haltbarkeit der Spenderorgane. Außerhalb des Körpers wird es spätestens nach einem halben Tag kritisch. US-Mediziner haben nun bei Versuchen mit Rattenlebern ein Prozedere entwickelt, dass die Konservierung der Organe auf bis zu vier Tage ausdehnen könnte, wie die Forscher im Fachblatt "Nature Medicine" berichten: Das Organ wird dabei auf minus 6 Grad Celsius heruntergekühlt, friert aber nicht ein. Ein mehrstufiges Verfahren sorgt stattdessen dafür, dass Gewebe und Zellen unterkühlt werden, ohne dass sich die schädlichen Eiskristalle bilden können.

Abstract

Nature Medicine: "Supercooling enables long-term transplantation survival following 4 days of liver preservation"

(red, DER STANDARD, 1.7.2014)

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