Stolpersteine konfrontieren mit Schicksalen

1. Juli 2014, 08:50
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Neun Steine repräsentieren neun vertriebene Menschen aus Hohenems

Hohenems - Die Stadt Hohenems erinnert an jüdische NS-Opfer. Am Montag verlegte der Künstler Gunter Demnig Stolpersteine für neun Menschen, die aus Hohenems vertrieben und in den Tod geschickt wurden: Gisela Figdor, Frieda Nagelberg, Markus Silberstein, Clara Heimann, Alois Weil, Sophie Steingraber-Hauser, Helene, Theodor und Hans Elkan.

Demnig arbeitet seit 1997 an seinem dezentralen Mahnmal. Fast 50.000 Stolpersteine hat er an 1100 Orten Europas verlegt. Er gibt NS-Opfern ihren Namen wieder, macht an ihren letzten Wohnadressen die Erinnerung an sie lebendig. Susan Shimer-Rosenthal, die als Dreijährige mit ihren Eltern flüchten musste, sprach für die Nachkommen Hohenemser Juden; "Wir müssen einen klaren Standpunkt gegen jede Diffamierung einnehmen, jeden Menschen achten. Nie dürfen wir vergessen, was geschehen kann, wenn wir dabei versagen." (jub, DER STANDARD, 1.7.2014)

  • Stolpersteine erinnern in Hohenems an NS-Opfer.
    foto: berger

    Stolpersteine erinnern in Hohenems an NS-Opfer.

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