Israel unterstützt Kurden und Jordanier bei Kampf gegen Isis

30. Juni 2014, 12:00
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Netanjahu: Terrorismus stoppen, bevor er in Vororte Tel Avivs gelangt - Sympathie für unabhängiges Kurdistan

Jerusalem/Amman - Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat Unterstützung seines Landes für die Unabhängigkeitsbestrebungen der Kurden im Irak und für den Kampf Jordaniens gegen "islamischen Extremismus" zugesagt. "Wir müssen die Anstrengungen der internationalen Gemeinschaft fördern, Jordanien zu stärken, und wir unterstützen das Streben der Kurden nach Unabhängigkeit", sagte er am Sonntagabend in Tel Aviv.

"Meines Erachtens ist es unser gemeinsames Interesse sicherzustellen, dass ein gemäßigter, stabiler Staat wie Jordanien sich verteidigen kann", fügte Netanjahu vor einer Expertenrunde des Instituts für Studien zur Nationalen Sicherheit hinzu. "Wir müssen in der Lage sein, den Terrorismus und Fundamentalismus, der uns von Osten bedroht, am Jordanfluss zu stoppen und nicht erst in den Vororten von Tel Aviv", das an der Mittelmeerküste liegt. Der Ministerpräsident sprach sich zudem für ein unabhängiges Kurdistan im Nordosten des Irak aus, wo kurdische Milizen gegenwärtig für den Kampf gegen die Isis-Kämpfer mobilisiert werden.

Gerüchte um US-amerikanische Unterstützung

In der vergangenen Woche war in Medien Israels und der USA berichtet worden, beide Länder würden der jordanischen Regierung auf deren Anforderung hin militärisch zur Seite stehen, falls Extremisten das Land angreifen sollten. Offizielle Bestätigungen für solche Zusagen gab es nicht.

In Teilen Syriens und des Irak hatte die radikalsunnitische Gruppierung Isis in den vergangenen Wochen ihren Machtbereich stark ausgeweitet und ein "Kalifat" ausgerufen. Experten erwarten, dass Isis bald versuchen wird, auch Jordanien zu destabilisieren, um dort Fuß zu fassen. (APA, 30.6.2014)

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