Felsenpinguine erblickten das Licht des Schönbrunner Zoos

Ansichtssache30. Juni 2014, 11:42
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Sieben geschlüpfte Küken nun für Besucher zu sehen - Zuchterfolge bei gefährdeter Tierart

Wien - Die Felsenpinguin-Gruppe im Polarium der Tiergartens Schönbrunn hat Verstärkung bekommen: Mitte April sind sieben Küken geschlüpft. Der Wiener Tiergarten ist der einzige Zoo weltweit, der diese Tierart jedes Jahr erfolgreich und im Vergleich zu anderen Zoos in großer Anzahl züchtet, hieß es in einer Aussendung am Montag.

Inzwischen sind die Kleinen auch für die Besucher zu sehen. "Die Pinguin-Küken sind mittlerweile etwa zwei Kilogramm schwer. Sie haben ihre erste Mauser schon hinter sich. Ihr flauschiges Daunenkleid ist schon bis auf ein paar Stellen einem wassertauglichen Gefieder gewichen, und sie tragen bereits den pinguintypischen Frack", erklärte Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Schon bald werden die Küken wohl auch ihre ersten Schwimmversuche wagen.

Auffällige Pinguine

Mit ihren langen, leuchtend gelben Federbüscheln auf dem Kopf sind die Felsenpinguine die auffälligsten unter den Schopfpinguinen. Im Freiland sieht die Situation für diese Pinguinart alles andere als rosig aus: In der Roten Liste sind die Nördlichen Felsenpinguine als stark gefährdet eingestuft.

Man geht von etwa 265.000 Brutpaaren aus, von denen ein Großteil auf der Inselgruppe Tristan da Cunha im südlichen Atlantik brütet. Ihr Bestand ist allerdings in den vergangenen 37 Jahren um fast 60 Prozent geschrumpft. Hauptursachen sind die Überfischung und Verschmutzung der Meere sowie der Klimawandel. (APA, 30.6.2014)

foto: apa/tiergarten schönbrunn/daniel zupanc
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