Google-Vorstand Schmidt besucht Kuba

30. Juni 2014, 09:21
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Nach Myanmar und Nordkorea macht Google-Chairman Eric Schmidt in Kuba Station, trifft sich mit Aktivisten 

Google-Vorstandsvorsitzender Eric Schmidt soll vergangenen Freitag nach Kuba gereist sein. Das berichtet die kubanische Aktivistin und Bloggerin Yoani Sanchez in der Huffington Post. Damit besuchte Schmidt nach Myanmar und Nordkorea bereits das dritte Land mit stark zensiertem Internet. Der Google-Executive Chairman machte sich laut Medienberichten bei der politischen Führungsspitze des Landes für ein freies Internet und bessere Infrastruktur stark.

Besuch bei Aktivisten

Schmidt hat sich aber nicht nur mit offiziellen Vertretern Kubas getroffen, sondern auch Kubas sogenannte "Internauten", also Netzpioniere, besucht. "Letzte Nacht hat Google an unsere Tür geklopft“, schreibt Yoani Sanchez, die sich mit anderen Bloggern auf der Website 14ymedio engagiert.

"Während des Besuchs hat niemand seine Smartphones herausgenommen, um Mails zu checken", so Sanchez, "denn das wäre technisch sowieso unmöglich." Schmidt und andere Google-Vertreter haben von den Bloggern vielmehr über das alltägliche Leben im Inselstaat erfahren wollen. Nur drei Prozent der kubanischen Bevölkerung nutzen das Internet, das aufgrund von Filtern und Netzsperren ohnehin nur in einer eingeschränkten Version verfügbar ist.

Glasfaserkabel nach Jamaika

Kubas Führungsspitze hat in letzter Zeit allerdings einen leichten Willen zu besserem Internetzugang und Lockerungen erkennen lassen: So plant man laut TheVerge mehrere Glasfaserkabel nach Jamaika und Venezuela, zusätzlich sollen Internetcafes eröffnet werden. (fsc, derStandard.at, 30.6.2014)

  • Google-CEO Schmidt (im Bild auf einer Veranstaltung in Wales) wirbt für ein freies Internet
    foto: reuters/naden

    Google-CEO Schmidt (im Bild auf einer Veranstaltung in Wales) wirbt für ein freies Internet

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