Sudanesischer Rebellenführer bei Kämpfen in Darfur getötet

29. Juni 2014, 16:19
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Ali Karbino soll für Angriffe auf die Armee verantwortlich sei

Khartum - Bei Gefechten in der sudanesischen Krisenregion Darfur ist Medienberichten zufolge am Samstag der Rebellenführer Ali Karbino getötet worden. Dies berichtete die regierungsnahe Nachrichtenagentur Sudanese Media Centre (SMC) am Sonntag unter Berufung auf den Gouverneur des Bundesstaates Nord-Darfur.

Karbino starb demnach zusammen mit anderen Anführern seiner Rebellengruppe, als Regierungstruppen einen Angriff auf die Ortschaft Al-Guba nordwestlich der Regionalhauptstadt Al-Fashir zurückschlugen. Die Rebellen hätten dabei "alle ihre Anführer verloren".

In Darfur kämpfen seit 2003 Rebellengruppen gegen die sudanesische Armee und regierungstreue arabische Reitermilizen. In dem Konflikt wurden nach Schätzungen der Vereinten Nationen seitdem mindestens 300.000 Menschen getötet.

Kardino war nach Einschätzung von UN-Experten der Anführer einer Rebellengruppe, die sich 2009 von einer Untergruppe der Sudanesischen Befreiungsarmee (SLA) unter dem Kommando des SLA-Gründers Abdel Wahid Mohammed al-Nur abgespalten hatte. Die Gruppe war demnach zuletzt für "einige der tödlichsten Angriffe auf Regierungstruppen" in Darfur verantwortlich.  (APA, 29.6.2014)

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