Mord bei Grazer Drogenparty: Familie wollte offenbar Tat vertuschen

29. Juni 2014, 13:02
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Großvater half und auch Mutter des 16-jährigen Tatverdächtigen involviert -Widersprüchliche Berichte über Leichenfund

Graz/Budapest - Nach wie vor keine offiziellen Informationen gibt es zu dem Mord auf einer Drogenparty in Graz, dem eine erzwungene Vergewaltigung vorangegangen sein soll. Die Staatsanwaltschaft hielt auch am Sonntag an der verhängten Nachrichtensperre fest. Medien berichteten, dass auch die Mutter des mutmaßlichen Täters in die Vertuschung der Tat involviert war.

Wie bisher aus den Berichten bekannt ist, soll am vergangenen Wochenende eine Drogenparty in der Kellerwohnung eines Altbaus im Grazer Bezirk Geidorf völlig entgleist sein: Ein 16-Jähriger aus Villach zwang angeblich seinen gleichaltrigen Bekannten mit vorgehaltener Waffe, ein 14-jähriges Mädchen zu vergewaltigen. Aus Rache oder auch, um das Mädchen zu befreien, holte der Gezwungene ein Kleinkalibergewehr aus dem Waffenschrank des im selben Haus wohnhaften Großvaters und erschoss den Kärntner. Dieser Ablauf ist aber nicht belegt - das Vergewaltigungsopfer befindet sich in stationärer psychiatrischer Behandlung, die Einvernahmen sind noch nicht abgeschlossen.

Angeblich Blutspuren im Auto

Zum Versuch, die Tat zu vertuschen, veröffentlichten Zeitungen am Sonntag weitere Details: Demnach soll die Festnahme des mutmaßlichen Täters in Bad Vöslau (NÖ) erfolgt sein, wo seine Mutter kurte und wohin offenbar der Großvater deren Auto brachte, nachdem Opa und Enkel es für den Abtransport der Leiche verwendet hatten. Im Auto wurden angeblich Blutspuren, Teile eines Teppichs aus der Grazer Wohnung und Werkzeug gefunden, mit dem der Tote im ungarischen Rabafüzes, unmittelbar an der Grenze zu Heiligenkreuz (Bgld.), vergraben worden ist. Außerdem sollen im Auto auch gepackte Koffer gefunden worden sein, die auf eine vorbereitete Flucht hinweisen. Ob die Leiche gefunden wurde oder nicht, darüber gibt es unterschiedliche Informationen.

Laut "Kleine Zeitung" waren sowohl der Erschossene als auch der mutmaßliche Todesschütze und sein Großvater polizeibekannt. Der 16-jährige Festgenommene auch wegen Gewalttätigkeiten. (APA, 29.6.2014)

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