Drogenparty in Graz: Jugendlicher getötet

28. Juni 2014, 22:57
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Leiche in Ungarn nahe der Grenze vergraben - Auto mit Blutspuren in Niederösterreich sichergestellt - Angeblich Geständnis

Graz/Budapest - Bei einer Drogenparty dürfte es in Graz zu einer Vergewaltigung und einem Mord gekommen sein. Die Leiche des 16-jährigen Getöteten soll in Ungarn vergraben worden sein. Laut "Kleiner Zeitung" wurde sie dort am Freitagabend gefunden. Die österreichischen Behörden haben nach wie vor eine Nachrichtensperre verhängt.

Medienberichten zufolge war am vergangenen Wochenende im Keller eines Mehrparteienhauses im Bezirk Geidorf eine Drogenparty völlig aus dem Ruder gelaufen. Angeblich hatte ein 16-Jähriger aus Villach seinen gleichaltrigen Bekannten mit vorgehaltener Waffe gezwungen, ein 14-jähriges Mädchen zu vergewaltigen. Danach nahm der Bursch ein Kleinkalibergewehr und erschoss den Anstifter, offenbar aus Rache. Wie es heißt, sind später bei einer Hausdurchsuchung tatsächlich zwei Gewehre und zwei Gaspistolen gefunden worden.

Leiche in Ungarn vergraben

Nach der Bluttat brachte der Täter das Missbrauchsopfer zu Freunden, wo er die Vorgänge schilderte. Er weihte auch seinen im selben Haus wohnenden Großvater ein. Dieser verständigte jedoch nicht die Polizei, sondern half seinem Enkel bei der Entsorgung der Leiche. Die beiden wickelten den Toten in ein Stück Teppich und fuhren nach Ungarn, wo sie die Leiche unmittelbar nach der österreichischen Grenze bei Rabafüzes vergraben haben sollen.

Opa und Enkel sollen gestanden haben. Das Auto, das zum Transport der Leiche benutzt wurde, ist angeblich in Niederösterreich gefunden worden. Die Polizei habe darin einen Reisekoffer mit einem blutigen Teppich entdeckt, berichtete die "Kronenzeitung".

Über den Tathergang gibt es auch eine zweite Version: Die andere Variante, der die Ermittler offenbar nachgehen, besagt, dass der Schütze selbst der 14-Jährigen Gewalt antat und der gleichaltrige Villacher dazwischengehen wollte. Das traumatisierte Mädchen soll in stationärer psychiatrischer Behandlung sein.

Seitens der Staatsanwaltschaft Graz blieb die Informationssperre "aus kriminaltaktischen Gründen" aufrecht. Die Aufhebung werde laut Sprecher Hansjörg Bacher frühestens am Montag erfolgen. (APA, 28.6.2014)

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