"Pink Dot": Schwulen- und Lesbendemo im autoritären Singapur

Ansichtssache28. Juni 2014, 17:41
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Homosexualität in Singapur verboten - Muslimischer Prediger rief zur Gegendemo auf

Singapur - Die Schwulen- und Lesben Demo "Pink Dot" hat in dem autoritären asiatischen Stadtstaat Singapur mit 26.000 Besuchern einen neuen Rekord aufgestellt. Es seien am Samstag 5.000 mehr Teilnehmer gekommen als im vergangenen Jahr, teilten die Veranstalter mit.

Der Name der Veranstaltung bezieht sich auf einen Spitznamen Singapurs. Weil der Stadtstaat so klein ist und auf vielen Weltkarten nur als Punkt abgebildet ist, wird Singapur auch "Red Dot" - roter Punkt - genannt.

Hong Lim Park im Stadtzentrum

Die Menschen kamen zum sechsten Mal in rosa Bekleidung in dem kleinen Hong Lim Park im Stadtzentrum zusammen, um eine Lanze für die eigentlich verbotene schwule Szene zu brechen. Sex zwischen Männern ist in Singapur unter Strafe verboten, aber das Gesetz wird nicht angewendet. Demonstrationen sind eigentlich auch tabu, außer in einer Ecke des Hong Lim Parks, wo Bürger - nach vorheriger Anmeldung - sich zu fast allen Themen frei äußern dürfen.

In diesem Jahr hatte der muslimische Prediger Moor Deros zu einer Gegendemo in weißer Kleidung aufgerufen, um gegen Homosexualität zu protestieren. Er wurde von dem bekannten Pastor Lawrence Khong unterstützt. Singapur sei sicher groß genug für alle, meinte Pink-Dot-Organisator Paerin Choa. (APA/red, derStandard.at, 28.6.2014)

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