Gedenken am Anschlagsort in Sarajevo

Ansichtssache28. Juni 2014, 14:09
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Am Abend findet in der bosnischen Hauptstadt die offizielle Gedenkfeier zum Anschlag auf Thronfolger Franz Ferdinand statt. Am Anschlagsort fanden sich auch schon vorher viele Menschen ein.

foto: derstandard.at/föderl-schmid

Just zum Zeitpunkt des Attentats von Sarajevo vor 100 Jahren um elf Uhr posierte ein Komiker am Anschlagsort. Das Auto, ein Gräf & Stift, ist eine Replika des Fahrzeugs, in dem Franz Ferdinand und Sophie saßen.

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Das Original des Gräf & Sftift steht heute im Heeresgeschichtlichen Museum in Wien. Im Auto in Sarajevo saß am Freitag ein Paar, das als Franz Ferdinand und Sophie posierte.

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Oberst Erwin Fitz vom Bundesheer stellt sich neben das Auto und gibt Auskunft über die historischen Zusammenhänge. Der Vorarlberger repräsentiert auch das Schwarze Kreuz in Österreich und war zuvor bei einer Gedenkfeier am Löwenfriedhof, wo mehr als 2.400 Gefallene liegen. Botschafter aus elf der 13 Nachfolgestaaten aus der Donaumonarchie waren anwesend.

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Viele Österreicher sind an diesem Gedenktag in Sarajevo, Kränze werden am Anschlagsort niedergelegt. Dieser Kranz ist von der Initiative Friedenspark Marchfeld. Ein Bild erinnert an das Paar.

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Manfred Ertl aus Niederösterreich legt einen Kranz nieder.

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Ein Österreicher, der sich als Hermisch vorstellt, posiert als Derwisch, "um unsere Verbundenheit zu zeigen".

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Monarchisten nutzen die Gelegenheit, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Sie sind mit einem Roll-up vertreten und verteilen Postkarten, auf denen sie an das Attentat erinnern. Sie bezeichnen sich als "einzige Monarchisten-Organisation, die in Österreich und darüber hinaus politisch aktiv ist". Ein Sprecher skandiert via Megaphon: "Nieder mit dem Nationalismus."

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Am Anschlagsort steht jetzt ein Museum, wo der Attentäter Gavrilo Princip im damaligen Cafe auf den entscheidenden Augenblick wartete, bis das Auto des Thronfolgerpaares vorbei fuhr. Im Museum sind viele historische Dokumente und lebensgroße Figuren des Paares zu finden. (Alexandra Föderl-Schmid aus Sarajevo, derStandard.at, 28.6.2014)

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