Mysteriöse Bluttat in Graz: 16-Jähriger getötet 

27. Juni 2014, 19:49

"Kurier": Opfer zwang Gleichaltrigen zur Vergewaltigung einer 14-Jährigen, dieser griff danach zur Waffe - Informationssperre der Staatsanwaltschaft 

Graz/Budapest - Von offizieller Seite gab es vorerst keine Bestätigung für eine mysteriöse Bluttat, von der der "Kurier" in seiner Samstagsausgabe berichtet: Demnach soll ein 16-Jähriger am vergangenen Wochenende einen Gleichaltrigen gezwungen haben, eine 14-Jährige zu vergewaltigen. Dieser erschoss danach den Anstifter und beseitigte mit seinem Großvater die Leiche.

Der Sprecher der Grazer Staatsanwaltschaft, Hansjörg Bacher, bestätigte diesen Bericht vorerst nicht, sondern verwies auf eine Informationssperre, die auch für die Exekutive gelte. Laut "Kurier" bestätige lediglich ein in den Fall involvierter Rechtsanwalt die "Richtung der Geschichte".

Mit Gaspistole bedroht

Demnach sei eine Drogenparty, die das Trio in einer Grazer Kellerwohnung feierte, "völlig entglitten". Einer der Jugendlichen wollte angeblich den anderen anstiften, das Mädchen zu vergewaltigen. Als dieser ablehnte, wurde er mit einer Gaspistole bedroht. Mit der Mündung an der Schläfe soll er dann tatsächlich die Vergewaltigung ausgeführt haben. Doch der Bursch war derart aufgebracht, dass er anschließend mit einem Kleinkalibergewehr den anderen Jugendlichen erschoss. Tatsächlich seien später bei der Hausdurchsuchung von der Polizei zwei Gewehre und zwei Gaspistolen in der Wohnung gefunden worden.

Nach der Bluttat brachte der 16-Jährige das Mädchen zu Freunden, wo er die Tat detailliert erzählte. Auch seinem im dritten Stock lebenden Großvater beichtete er die Vorkommnisse. Dieser verständigte jedoch nicht die Exekutive, sondern half der Beseitigung der Leiche, so der "Kurier". Die Leiche sei in einen Teppich gewickelt und in Ungarn vergraben worden. (APA, 27.6.2014)

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