Nachkommen. Eine Beschuldigung

Interview28. Juni 2014, 10:00
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In ihrem neuen Roman führt Marlene Streeruwitz eine junge Kapitalismuskritikerin in die Hölle des Literaturbetriebs. Die Autorin über Würde, Seminare der Selbsterniedrigung und Widerstand

"Hier will niemand etwas. Haben. Es geht um Haben" schreibt Marlene Streeruwitz in Elysian Park (1993), einem ihrer ersten Theaterstücke. Die Frage, wie sich die Welt auf das Leben auswirkt, war von Anfang an Thema dieser Autorin, die sich, nachdem sie das bürgerliche Theater feministisch gegen den Strich gebürstet hatte, ab ihrem ersten Roman Verführungen. 3. Folge. Frauenjahre. (1996) auch den männlich codierten Entwicklungsroman vornahm.

Seither birgt Marlene Streeruwitz, die das Feuilleton einmal die Trümmerfrau der Gegenwart nannte, aus den Resten zerfetzter Leben und aus einer auseinandergebrochenen Gesellschaft die Scherben einer Alltags- und Sprachsoziologie sowie einer Medien- und Propagandatheorie, die sie zu einer umfassenden Patriarchats- und Kapitalismuskritik fügt. Streeruwitz' Werk bildet diesen Vorgang auch formal ab. "Der vollständige Satz ist eine Lüge", schreibt sie in ihrer Tübinger Poetikvorlesung, und weiter: "Im Entfremdeten kann nur Zerbrochenes der Versuch eines Ausdrucks sein. Im Stakkato des Gestammels. In den Pausen zwischen den Wortgruppen ist das Suchen zu finden. Nach sich. Nach Ausdruck."

Lose Enden zu verknüpfen und eine Sprache zu finden schickt sich auch Nelia Fehn, die Protagonistin von Marlene Streeruwitz' eben erschienenem Roman Nachkommen an (S. Fischer, 20,60 €, 432 Seiten). Nelia, 1993 als Tochter von Dora Fehn, einer bekannten Schriftstellerin, und eines Professors geboren, den Dora aus beider Leben verbannte, wuchs nach dem frühen Tod der Mutter im bürgerlichen Umfeld ihrer Großeltern in Kaiserbad irgendwo im Osten Österreichs auf.

Wir treffen Nelia zu Beginn des Romans in einer Extremsituation, nämlich beim Begräbnis ihres Großvaters. Zeit, sich um die komplexe Familienstruktur, das Ungesagte und den Widerstand, der ihrer toten Mutter - immer noch - entgegenschlägt, zu kümmern, hat Nelia keine. Sie muss weiter, nach Frankfurt am Main zur Buchmesse, wo sich ihr Romandebüt auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises befindet. Sollte sie den Preis gewinnen, könnte der Verlag trefflich ein weiteres Fräuleinwunder vermarkten. Die Kapitalismuskritikerin Nora ist allerdings nicht gewillt, dieses Spielchen mitzuspielen.

Der Branchensumpf und jenes nicht nur im Literaturbetrieb lodernde Fegfeuer der Eitel-, Bedeutsam- und Abhängigkeiten, durch das der Roman Nelia drei Tage lang treibt, schildert Marlene Streeruwitz lustvoll und böse. Am Ende des Romans trifft die junge Autorin zudem auf ihren in Frankfurt lebenden Vater, der nun seine erfolgreiche Tochter doch kennenlernen möchte. Kunstvoll werden hier die Fäden des Familienromans mit der Literaturbetriebskritik verknüpft. Ein weiterer Kunstgriff besteht darin, dass Nelias Debütroman Reise einer jungen Anarchistin in Griechenland, dessen Inhalt in Nachkommen nur angedeutet wird, im September erscheinen wird. Marlene Streeruwitz hat ihn als Nelia Fehn geschrieben. Es soll um die Krise in Griechenland gehen und sich um ein "wütendes Plädoyer gegen die Diktatur des Geldes und das Bekenntnis einer mutigen Gerechtigkeitsfanatikerin" handel. Wir erwarten es.

STANDARD: Der Roman heißt nicht zufällig "Nachkommen". Nelia Fehn wird darin mit älteren Männern konfrontiert. Wie es scheint, geht es diesen ausschließlich um sich selbst?

Marlene Streeruwitz: Die Männer, die Nelia in Frankfurt am Main trifft, gehören zur Generation der 55- bis 80-Jährigen. Ich glaube, dass jeder, der jünger ist oder in der Hegemonie keinen Platz erobern konnte, sich in einer ähnlichen Situation wie Nelia befindet. Das heißt: Es ist kein Platz, es ist einfach kein Platz. Das hat mit den Auflösungen der Institutionen zu tun, die diese Generation betrieben hat, es handelt sich dabei oft um die sogenannten 68er. Gerade in Frankfurt können wir davon ziemlich sicher ausgehen. Diese Leute haben ihre Ziele erreicht: möglichst viele Frauen, ein möglichst hohes Gehalt, viel Macht. Und jene, die danach kommen, sollen schauen, wie sie's machen. Es gibt ja nicht einmal mehr die Anweisung, wie es weitergehen soll.

STANDARD: Ihr Roman spielt im Buchmessen-Milieu, Sie würden diesen Befund also auf den sogenannten Kulturbetrieb ausdehnen?

Streeruwitz: Wenn wir zum Beispiel in die Literatur gehen, dann hat uns Marcel Reich-Ranicki nur Thomas Mann hinterlassen, und das ist auch schon 100 Jahre her. Sonst nichts. Nichts. Kein Hinweis, der aus der Erfahrung einen Vektor in die Zukunft bilden würde. Immer nur Vergangenheit.

STANDARD: Die ökonomische Ungleichheit steigt, der Druck wächst, nichts passiert. Kann es sein, dass uns die Nachkommenden unsere Passivität vorwerfen werden?

Streeruwitz: Es gibt die Möglichkeit, sich dieser Dinge zu entschlagen. Mein Roman ist auch ein Manifest dieser Entschlagung. Ich übernehme die Verantwortung nicht, und ich beschuldige. Das ist nun auch eine Geschlechtergerechtigkeitsfrage, ich beschuldige genau diese Männergeneration, die uns alles verspielt hat, die - über Kunst und Kultur - das Neoliberale im Grunde genommen eingeführt hat. Das Theater der 1980er-Jahre ist die Probebühne des Neoliberalen, und die, die da behauptet haben, sie würden uns Kunst vorsetzen, haben uns in Wirklichkeit nur vorgeführt, wie unsere Selbstverurteilung auszusehen hat.

STANDARD: Ist Kultur, wie es im Roman heißt, eine "Fluchthilfe des Mittelstands in die Unwissenheit"?

Streeruwitz: Dieser wunderbare, über die Werbung immer wieder vermittelte Satz, "Wenn du willst, kannst du es schaffen", macht blind für alles, was rundherum mit einer oder einem passiert. Gerade der Mittelstand muss ja an sich glauben und den eigenen Abstieg mit neuen Bezeichnungen belegen, um ihn nicht zugeben zu müssen und asolidarisch bleiben zu können. Schließlich ist Solidarität eine sehr anstrengende Sache, sie kostet viel und ist auch nicht gelernt, in Österreich schon gar nicht.

STANDARD: Die Krise in Griechenland spielt in Nelias Debüt eine Rolle. Sie führt zu Zuständen, in denen beispielsweise Nelias griechischer Freund Marios, der bei einer Demonstration von einem Polizeiauto angefahren wurde, notwendige Operationen nicht zahlen kann.

Streeruwitz: Diese soziale Realität kenne ich übrigens aus den USA. Es sind Fälle von Freunden, die in den USA keine Krankenversicherung haben, an denen ich diesen Weg der Unversorgtheit und Schutzlosigkeit nachvollziehen konnte. Für Griechenland gilt dieser Zustand erst seit kurzem. Es geht um Gesetze, die in den letzten zwei, drei Jahren eingeführt wurden, die Arbeitslose aussteuern und ab einem Alter von 29 keine Krankenversicherung mehr anbieten. Das heißt, dein Schicksal ist in dem Moment besiegelt, in dem du keine Arbeit findest. Was übrigens 30 bis 50 Prozent der jungen Leute betrifft.

STANDARD: Gerade geht die Meldung durch die Medien, es sei eine neue Anti-Demonstrations-Drohne vorgestellt worden, die aus vier Läufen 80 Pfefferkugeln pro Sekunde zu verschießen im Stande ist ...

Streeruwitz: Wer erzeugt das?

STANDARD: Eine südafrikanische Firma.

Streeruwitz: Südafrikaner. Wunderbar. Die Rüstungsindustrie kommt uns ja immer wieder neu ins Visier. Das ist ja klar, und da beziehe ich mich auf den letzten Roman (Die Schmerzmacherin), wenn wir, und da meine ich nun jede einzelne Person und alle gemeinsam, uns nicht unserer Grundrechte in einem Übermaß versichern, wird die Sicherheitsindustrie unsere Leben übernehmen. Das ist gar keine Frage.

STANDARD: Geht es nicht mehr um Geld als um Politik?

Streeruwitz: Es geht immer um Geld. Ich fand die schönste und grauenhafteste Bestätigung für die Richtigkeit, konsequent politisch zu bleiben in der Recherche, die jetzt in den englischen Zeitungen aufgearbeitet wird, nämlich dass die britische Rüstungsindustrie zur Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs versucht hat, über Waffenlieferungen den Südstaatlern zu helfen, um die Sklaverei aufrechtzuerhalten. Man hatte dort investiert und konnte mit der Sklaverei ganz gut leben, weil damit mehr Geld verdient wurde. So einfach ist es, und es ist endlich etwas dagegen zu tun.

STANDARD: Nelia weigert sich, in das Debütantinnenschema des unbedarften Mädchens hineingepresst zu werden.

Streeruwitz: Deswegen ist es klug von ihr, nicht gleich den Entschluss zu fassen weiterzuschreiben. Ich selbst habe ja sehr spät mit dem Veröffentlichen begonnen und konnte das gut managen. Aber eine 20-Jährige ... Jedes Jahr taucht eine neue auf und ist dann gleich wieder verschwunden, wenn sie nicht einen Verleger heiraten kann. Und davon gibt es nicht genug für jede Debütantin. Der Betrieb nimmt das ganz selbstverständlich und ohne jeden Sinn für Würde hin.

STANDARD: Stichwort Würde - Sie schreiben im Roman von "Seminaren der Selbsterniedrigung".

Streeruwitz: Waren Sie schon einmal bei einem großen Vorstellungstermin? Wo zum Beispiel in Deutschland zwei bis dreihundert Leute zusammengeholt werden. Ich war zweimal bei so etwas und habe am Beispiel der City of London genau studiert, wie das passiert. Es gibt eigene Institute, die Rollenspiele entwerfen, die genau die Eigenschaften offenlegen sollen, die von den Kandidatinnen und Kandidaten gebraucht werden. Und zwar dergestalt, dass die Personen, die diese Rollenspiele spielen, nie darüber informiert werden, welches Ziel das Spiel hat. Das heißt, sie werden in Blindheit in eine theatrale Situation getrieben, in der sie sich bewähren müssen, wobei sie gar nicht wissen, wie die Bewährung aussehen kann. Das halte ich für einen unwürdigen Zustand. Es werden die Personen nach einer Kernpersönlichkeit ausgesucht, und das wiederum halte ich für eine faschistische Konstruktion.

STANDARD: Trotzdem ist es beklemmend ruhig.

Streeruwitz: Es ist nicht so ruhig, aber es ist gelungen, das Passive als Tugend durchzusetzen. Ich glaube, das hat mit diesem Spaß zu tun, dass es uncool ist. Und damit, dass jede heute über 29 Jahre alte Person glaubt, dass sie selber schuld ist. Es gibt keinen Raum, in dem Selbstbetrachtung stattfinden kann, die das relativieren könnte. Sie brauchen einen Abstand in sich, um Ihre Erfahrungen zu verarbeiten. Wenn der genommen ist, und er wird durch diese Art Arbeitsweltvorstellung genommen, dann können Sie nur sehr traurig werden und sich in die Depression begeben. Und ich glaube, das ist gelungen, es ist eine anagitierte Depression, die herrscht.

STANDARD: Depression heißt es im Roman sinngemäß, kann einen auch Überlebensstrategien entwickeln lassen.

Streeruwitz: Nelia hat durch den Trauerfall eine andere Schule hinter sich. Sie musste diese Räume in sich schaffen, in denen sie auf sich selbst einen Blick werfen und sich dadurch retten kann, um nicht unterzugehen. Das ist eine Überlebensfrage. Und das ist genau das, was in den anderen zu fehlen scheint. Vielleicht fehlt es ja gar nicht, sondern wartet nur darauf, herausgeholt zu werden.

STANDARD: Und der Körper, um nicht immer vom Intellekt zu reden?

Streeruwitz: Das ist der Aspekt, den wir im weitesten Sinn unter feministisch einordnen können. Es geht darum, wie sich das Leben im Körper auswirkt, weil dieser das Kontrollinstrument ist. Es läuft ja diese Burnout-Diskussion. Statt dass nun darüber gesprochen würde, was das für eine Gesellschaft ist, die dieses epidemische Burnout produziert, wird über das Symptom gerätselt. Das finde ich süß, das finde ich richtig herzig. Das ist aber genau der Punkt, wo diese Vermeidung stattfindet. Und statt dass nun alle Burnout-Personen sich zusammenrotten und, so wie die Homosexuellen das gemacht haben, sagen: Wir sind hier, wir haben eine Würde, und wir wollen ernstgenommen werden, sitzen alle brav und still zu Hause und schlucken ihre Medikamente.

STANDARD: Könnte man Burnout nicht auch als Widerstand der Leistungsbereiten sehen? Viele - Stichwort Finanzgewinne und Zinseszins - leben sehr gut, ohne arbeiten zu müssen.

Streeruwitz: Seit Zinsen eingehoben werden, wissen wir, dass Geld schneller wachsen kann als jede Natur. Die Bauern haben das als Erste erfahren müssen, als sie wegstrukturiert wurden. Eine Person kann nicht mehr leisten, als sie eben leisten kann, man braucht Regeneration. Das Geld hingegen kann diese Zins- und Zinseszinskurve nehmen und ohne jede Einschränkung wachsen. Da stoßen zwei Systeme aufeinander, und das Burnout ist sicher eine Illustration davon.

STANDARD: Lösungen?

Streeruwitz: Ich weiß es zum Beispiel aus Berlin, dass dort eine ganze Generation von akademischen Hartz-4-Beziehern - von denen es ja auch eine Menge gibt - versucht, eine neue Lebensführung zu entwickeln, die auf anderen Glücksvorstellungen beruht als auf Nullen auf dem Konto. Es braucht hohe soziale Techniken, da herauszukommen, und wir können uns überlegen, was es nun bedeutet, dass alle so lange in die Schule gegangen sind und vom Staat im Staat unterwiesen wurden, wobei am Ende nichts rauskommt außer Eingewiesene. Das ist eine traurige Bilanz, und hier würde ich der ÖVP den Vorwurf machen, durch die Verhinderung tiefgreifender Bildungsreformen, bzw. durch den Rückbau der Universitätsorganisation die Bildung wieder auf den Stand von Mitte des 19. Jahrhunderts gebracht zu haben. Heute geht es nicht wie damals darum, Personen heranzubilden, die die allgemeine Wehrpflicht erfüllen, heute geht es darum, die allgemeine Wirtschaftspflicht durchzusetzen. Es geht um Soldaten für die Wirtschaft.

STANDARD: Um was es in Nelias "Reise einer jungen Anarchistin in Griechenland" geht, erfahren wir im September. Sie haben Nelias Rolle übernommen und ihren Debütroman geschrieben. War dieser Kunstgriff von Anfang an geplant?

Streeruwitz: Ja, das Ganze gehört in ein großes Griselda-Projekt "Die Suche nach dem Gehorsam hinter den Plüschwänden". Es geht auch um die Frage, worin sich überall Gehorsam versteckt. In der Treue zum Beispiel, in den ganzen beruflichen Eigenschaften, die wir im Sinne der Selbstoptimierung mitbringen sollen. Auch sie sind auf Gehorsam aufgebaut. Das heißt, es geht um eine innere Militarisierung, die nicht weniger dicht ist als jene Mitte des 19. Jahrhunderts. Nur ist sie anders geschichtet und stellt sich als kleine Freiheit dar. Für mich persönlich war Literatur eine Zauberwelt. Ich habe früh Thomas Bernhard kennengelernt und habe aus der Ferne mitgekriegt, wie sein Aufstieg gelaufen ist. Er hatte ja noch eine gediegene, jüngerinnenunterstützte Karriere gemacht. Eine ganz altmodische Karriere, von einer Gruppe von Adorateusen getragen, die hinter und um ihn stand - und zu seinem Missvergnügen auch vor seinem Haustor. Er war so etwas wie ein stiller Popstar. Das schien mir sehr begehrenswert, und ich dachte, das kriegst du. Dass ich schreiben wollte, war eigentlich immer klar. Ich habe dann nach einem Literaturstudium den Glauben an die Akademie verloren, mich dem literarischen Schreiben zugewandt und dachte, na, das wird toll. Und dann habe ich feststellen müssen, dass Frauen das nicht bekommen.

STANDARD: Heuer wurde in den Feuilletons wieder eine Debatte über Realismus und die Güte der neueren deutschen Literatur geführt - haben Sie sie mitverfolgt?

Streeruwitz: Solange die Arbeit im Formalen verpönt bleibt, wird sich wenig ändern. Realität kennen wir alle, wir brauchen die Form, und zwar eine Form, die eben verdichten kann, den Kampf mit dem Film aufnimmt, die Bilder wegzaubert und eigene schafft. Und so mithilfe der Leserin und des Lesers eine Welt schafft, die dann der Leserin und dem Leser gehört und nicht dem Bildmacher. Das ist der Unterschied, ich kann eine Innenwelt aufbauen, in der wir herumspazieren und uns darüber unterhalten können, wie es sein könnte. Der Konjunktiv ist in der Literatur eine Möglichkeit, während er in allen anderen Medien keine ist. Wenn das Konjunktivische, die Möglichkeiten verloren sind und nur noch die Wirklichkeit da ist - und es geht nicht darum, in fantastische Welten auszuweichen -, dann ist das Ende da. Dann sind wir zu Objekten geworden. (Stefan Gmünder, Album, DER STANDARD, 28./29.6.2014)

Marlene Streeruwitz, geb. 1950 in Baden bei Wien, studierte zunächst Jura und wechselte dann zu Slawistik und Kunstgeschichte. Ab 1989 arbeitete sie als Redakteurin am Theater und im Hörfunk, zugleich erschienen ihre ersten Hörspiele. 1992 gelang ihr der Durchbruch als Theaterautorin, seit 1996 veröffentlicht sie vorwiegend Prosa.

Stefan Gmünder, 1965 in Bern geboren, ist Literaturredakteur des STANADRD.

Hinweis
Marlene Streeruwitz eröffnet am Donnerstag, 10.7., die diesjährige Ausgabe des Lesefests O-Töne im Wiener MuseumsQuartier.

  • "Es gibt die Möglichkeit, sich dieser Dinge zu entschlagen. Mein Roman ist  auch das Manifest dieser Entschlagung": Marlene  Streeruwitz.
    foto: philipp horak

    "Es gibt die Möglichkeit, sich dieser Dinge zu entschlagen. Mein Roman ist auch das Manifest dieser Entschlagung": Marlene Streeruwitz.

  • Marlene Streeruwitz plant ein großes Griselda-Projekt: In "Nachkommen" ist es "Exile", eine der drei Bildtafeln der Griselda-Geschichte, die ein unbekannter Meister Ende des 15. Jahrhunderts in Siena für das Schlafzimmer eines Privathauses malte, die für Nelia und ihre Mutter wichtig ist.
    foto: master of the story of griselda, the story of griselda, part ii: exile © the national gallery, london.

    Marlene Streeruwitz plant ein großes Griselda-Projekt: In "Nachkommen" ist es "Exile", eine der drei Bildtafeln der Griselda-Geschichte, die ein unbekannter Meister Ende des 15. Jahrhunderts in Siena für das Schlafzimmer eines Privathauses malte, die für Nelia und ihre Mutter wichtig ist.

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