Mehr ORF und "Österreich" in der APA

27. Juni 2014, 15:26
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Größter Genosse stockt Mandate auf: Landesdirektorin Wolf neu im Vorstand 

Wien - 45 Prozent der APA gehören dem ORF - mehr als viermal soviele Genossenschaftsanteile wie die größten Zeitungen an Bord der österreichischen Nachrichtenagentur. Der öffentlich-rechtliche Sender verlangte dafür auch mehr Sitze in den APA-Gremien als bisher - und bekam Freitag vorerst ein Vorstandsmandat dazu.

Der Vorstand der APA hat 14 Mitglieder, drei stellt nun der ORF; der Aufsichtsrat hat acht plus vier Belegschaftsvertreter.

Im Vorstand gesellt sich zu ORF-Radiodirektor Karl Amon (hier auch stellvertretender Vorsitzender) und ORF-Technikvize Thomas Prantner die Wiener ORF-Landesdirektorin Brigitte Wolf. Dem Aufsichtsrat steht ORF-Finanzdirektor Richard Grasl vor, dort bleibt es vorerst bei einem Mandat.

Im Aufsichtsrat bekommt "Österreich" ein neues Mandat, besetzt mit Wolfgang Zekert, der im Frühjahr im APA-Vorstand "Österreich"-Herausgeber Wolfgang Fellner Platz machte. "Österreich" hält derzeit 10,1 Prozent der Genossenschaftsanteile wie auch der "Kurier".

Thomas Kralinger ("Kurier") wechselt aus dem Vorstand als Stellvertreter Grasls in den Aufsichtsrat - er tauscht Plätze mit "Kurier"-Herausgeber Helmut Brandstätter, der in den Vorstand der APA übersiedelt.

Die APA gehört dem ORF und österreichischen Tageszeitungen (ohne "Krone" und "Heute").

"Anspruchsvolles Jahr"

APA-Geschäftsführer Peter Kropsch präsentierte den Genossen am Freitag das endgültige Jahresergebnis 2013. Die Unternehmensgruppe setzte 71,5 Millionen Euro um, nach 66,4 Mio. Euro 2012. Das Ergebnis vor Zinsen und Abschreibungen (EBIT) beträgt 1,75 Millionen Euro (2012: 1,87 Mio. Euro); das EGT liegt bei 2,2 Mio. Euro nach 2,4 Mio. Euro. Den Mitarbeiterstand erhöhte vor allem der Kauf der Gentics Software GmbH von 543 auf 574.

Für 2014 erwartet Peter Kropsch, geschäftsführendes Vorstandsmitglied, tendenziell stagnierenden Umsatz, er begründet das per Aussendung so: "2014 ist ein anspruchsvolles Jahr. Wir können zwar auf dem Markt - wie in den Vorjahren - mit innovativen Themen wie unseren neuen Info-Grafiken oder den App-Produkten punkten. Doch im Prinzip wird mit Investitionen derzeit eher zugewartet. Das spüren wir im Projektgeschäft." (red, derStandard.at, 27.6.2014)

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