"Dungeon Keeper": EA-Chef gesteht Fehler bei Free2Play-Spiel ein

8. Juli 2014, 12:10
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Zu wenig Gegenwert fürs Geld und Treue zum Original - Andrew Wilson zieht Lehren aus Kritik

Enttäuschung, Ärger und Frust – selten führte die Veröffentlichung eines Mobile Games zu so zahlreichen emotionalen Reaktionen, wie jene von "Dungeon Keeper". Electronic Arts hatte versucht, die altehrwürdige Aufbaustrategie-Reihe in einer Free2Play-Variante für Tablets umzusetzen – und löste damit einen veritablen Shitstorm aus. Zahlreiche Games-Medien lieferten vernichtende Rezensionen.

Das Spiel ließ sich theoretisch zwar vollständig durchspielen, ohne echtes Geld zu investieren, in der Praxis stießen Spieler dabei aber schon nach kurzer Zeit auf Grenzen, die sich vor allem durch extrem hohe Wartezeiten definierten. Nun nimmt EA-Chef Andrew Wilson persönlich Stellung zu den Geschehnissen und entschuldigt sich bei den Fans.

"Eine Schande"

Er, der seit September 2013 an den Schalthebeln sitzt, wolle die "Spieler zuerst"-Kultur im Konzern neu etablieren. Es gäbe eine Menge "guter Leute" im Unternehmen und von vielen Spielern würde man geliebt, doch nicht alles was man tue, gelinge auch.

Was mit der Mobilversion von "Dungeon Keeper" passiert ist, sei "eine Schande", erklärt er gegenüber Eurogamer. Während der Titel für neue Spieler durchaus attraktiv gewesen wäre, wäre es für Kenner der ersten beiden Teile eine "Trennung" gewesen. Einerseits hätten die Beschwerden das mangelnde "Oldschool"-Feeling betroffen, andererseits hätten viele Spieler bemängelt, dass das implementierte Free2Play-Modell keinen Gegenwert für ausgegebenes Geld liefere.

Mehr Treue zu alten Marken

Man habe durch die Rückmeldungen viel gelernt und werde in Zukunft vorsichtiger vorgehen. Besonders, wenn man Spielemarken nutze, die bereits eine lange Vorgeschichte hätten, wolle man deren Wurzeln so treu wie möglich bleiben. Bei Premiumcontent werde man künftig die Gegenleistungen weniger vorsichtig bemessen, und lieber versehentlich zuviel als zuwenig Inhalte liefern. (red, derStandard.at, 08.07.2014)

  • Besonders bei Kennern der ersten beiden "Dungen Keeper"-Spielen machte sich Electronic Arts mit der Mobilumsetzung wenig Freunde.
    foto: ea

    Besonders bei Kennern der ersten beiden "Dungen Keeper"-Spielen machte sich Electronic Arts mit der Mobilumsetzung wenig Freunde.

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