Crytek in der Krise: "Ryse 2" eingestellt, unbezahlte Löhne

27. Juni 2014, 12:40
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Neue Details zu finanziellen Problemen in Erfahrung gebracht

Die Berichte über finanzielle Probleme des deutschen Videospielherstellers Crytek mehren sich. Nach Meldungen zu einer bevorstehenden Insolvenz hat nun die Seite Eurogamer über anonyme Firmenkreise weitere Details ans Tageslicht gebracht. So dürfte ein Hauptgrund für die betriebswirtschaftliche Schieflage die Einstellung von "Ryse 2" sein, dem Nachfolger des von Microsoft herausgegebenen Xbox-One-Titels "Ryse: Son of Rome".

Verzögerte Zahlungen

Hinzukommt, dass - wie berichtet - auch andere Projekte nicht gut laufen. So verkaufe sich die Entwicklungssoftware CryEngine schlechter als erwartet und auf der Einstieg in den Free2Play-Markt in Asien und Europa sei mit "Warface" nicht geglückt.

Dies führe dazu, dass Studios in Frankfurt, Shanghai und UK mit den Lohnzahlungen in Rückstand geraten. Manchen Mitarbeitern in Shanghai wurde bis heute noch nicht das Gehalt für April und Mai überwiesen. Angeblich wurden bereits lokale Behörden eingeschaltet.

Verkauf?

Die Frage laute nun, wie der 900 bis 950 Mitarbeiter zählende Hersteller die Wende schaffen könnte. Eurogamer zufolge werden bereits Stimmen über einen möglichen Verkauf laut. Von offizieller Seite wurden die Probleme bisher dementiert. (zw, derStandard.at, 27.6.2014)


  • "Ryse 2" wird wohl nicht so bald erscheinen.
    foto: crytek

    "Ryse 2" wird wohl nicht so bald erscheinen.

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