Gab BND österreichische Daten an NSA weiter?

    27. Juni 2014, 12:18
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    Deutscher Geheimdienst leitete jahrelang Informationen in die USA weiter

    In Frankfurt befindet sich der weltweit größte Internetknoten. Er trägt den Namen DE-CIX und soll schon länger dem deutschen Geheimdienst als Quelle zur Überwachung des Datenverkehrs dienen. Im Rahmen einer Kooperation mit dürften auf diesem Wege auch Daten aus Österreich an die NSA gelangt sein, wie die "Presse" unter Verweis auf deutsche Medien berichtet.

    Kooperation bis 2007

    Vor etwa zehn Jahren sollen die USA direkten Zugriff auf DE-CIX verlangt haben. Dieser wurde jedoch verwehrt, allerdings begann der BND stattdessen damit, Rohdaten weiterzugeben. Diese sollen unter anderem auch Telefonate beinhaltet haben. Bis 2007 soll diese Weitergabe gedauert haben, ehe die Kooperation beendet wurde. Der deutsche Geheimdienst soll aber selbst weiterhin am Netzknoten "mithören".

    Österreich wahrscheinlich betroffen

    Während einem vorliegenden Bericht zufolge keine Rohdaten über deutsche Bürger erfasst worden sein sollen, ist Auslandskommunikation sehr wohl betroffen. Experte Otmar Lendl vom österreichischen Cert geht daher davon aus, dass auch Daten aus Österreich vom BND in die USA weitergeleitet wurden. Für möglich befindet er auch, dass der BND Kabel ausländischer Provider direkt angezapft haben könnte. (red, derStandard.at, 27.06.2014)

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      Eine ehemaliger Außenstelle der NSA in Deutschland.

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