Cameron hält Juncker weiterhin für "den falschen Mann"

27. Juni 2014, 09:51
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Elio Di Rupo: Sehr sehr große Mehrheit für Juncker - 26 oder 27 Länder für Luxemburg

Brüssel - Der britische Premier David Cameron hält Juncker weiterhin für den "falschen Mann" für den Posten des EU-Kommissionspräsidenten. Vor Beginn des EU-Gipfels am Freitag in Brüssel ging damit Cameron nicht von seiner bisher ablehnenden Haltung zu dem ehemaligen luxemburgischen Regierungschefs und langjährigen Euro-Vorsitzenden ab.

Der belgische Ministerpräsident Elio Di Rupo meinte dazu, die Haltung Großbritanniens sei natürlich zu respektieren. Aber "es gibt eine sehr sehr große Mehrheit" für Juncker, von 26 oder 27 anderen EU-Ländern.

Auch Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat am Freitag seinen Widerstand gegen Jean-Claude Juncker als EU-Kommissionspräsident bekräftigt. "Ich werde diese Entscheidung nicht unterstützen", sagte Orban in einem Radiointerview vor dem EU-Gipfel. Er warnte vor "schleichenden Vertragsänderungen" in der Europäischen Union.

Der konservative Politiker bekräftigte, er wolle sich seine Stimme nicht abkaufen lassen und keine Tauschhandel in letzter Minute eingehen. "Wir müssen ein klares Signal senden und eine Warnung, dass wir uns an unsere nationalen Interessen halten. Die Briten denken dasselbe", sagte Orban. In den vergangenen Jahren seien den Mitgliedsstaaten zu viele Kompetenzen von der EU abgerungen worden. "Ungarn hat darunter sehr gelitten", sagte der Premier unter Verweis auf EU-Kritik an Ungarns Bankensteuer und dem Bodenstreit. (APA, 27.6. 2014)

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