Krankenstände aufgrund psychischer Erkrankungen in NÖ stark gestiegen

26. Juni 2014, 12:47
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Mehr als 140.000 Menschen in Niederösterreich erhielten 2013 Psychopharmaka

Die Krankenstände aufgrund psychischer Erkrankungen sind in Niederösterreich im Steigen, gab die NÖ Gebietskrankenkasse bekannt. Laut NÖGKK-Statistik waren allein 2013 17.986 Personen wegen psychischer Beschwerden zu Hause. Die Zahl der Krankenstandstage von Erwerbstätigen lag bei 965.000, was einem Plus von 30 Prozent gegenüber 2010 entspreche.

"Versorgung nie so gut wie heute"

Nach Angaben von NÖGKK-Obmannstellvertreter Michael Pap erhielten im Vorjahr 142.969 Personen Psychopharmaka, 14.693 waren in stationärer Behandlung. Die NÖGKK stellte rund 95.000 Psychotherapiestunden zur Verfügung. Die Kosten dafür beliefen sich auf insgesamt 7,6 Millionen Euro.

In den vergangenen elf Jahren wurden die Leistungen und die Versorgung mit psychotherapeutischer Behandlung stets ausgebaut. Seit Juli 2003 bietet die NÖGKK Psychotherapie auf Krankenschein an. Zudem wurde vor einem Jahr die Clearingstelle für Psychotherapie eingerichtet, bei der die Vergabe von freien Plätzen zusammenläuft.

Seit Beginn dieses Jahres haben auch Kinder und Jugendliche unlimitierten Zugang zur Psychotherapie. "Die Versorgungsqualität im Bereich der Psychotherapie war in Niederösterreich noch nie so gut wie heute", betonte Pap. (APA, derStandard.at, 26.6.2014)

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