Bwin.Party dementiert Verkaufsgerüchte

26. Juni 2014, 10:11
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Laut Bloomberg lotet der Sportwettenanbieter Möglichkeiten aus, das gesamte Unternehmen oder Teile zu verkaufen

London - Der Sportwettenanbieter Bwin.Party erwägt einem Agenturbericht zufolge, das gesamte Unternehmen oder Geschäftsteile davon zu verkaufen. Bwin.Party hat die Verkaufsgerüchte am Donnerstag in einer Aussendung dementiert. Man habe demnach weder vor, das Unternehmen zu zerschlagen, noch es zu verkaufen.

Die Deutsche Bank sei beauftragt worden, die Möglichkeiten dafür auszuloten, hatte zuvor die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Verkaufsgerüchte gab es schon im Herbst des Vorjahrs. Damals hieß es, der Internetgigant Google sei an Bwin.Party interessiert.

Weniger Umsatz, weniger Kunden

Im ersten Quartal kämpfte der Online-Glücksspielanbieter mit rückläufigen Erlösen, der Umsatz ging um acht Prozent auf 165,7 Millionen Euro zurück. Schon im Geschäftsjahr 2013 waren die Erlöse um fast ein Fünftel geschrumpft. Bwin.Party-Chef Norbert Teufelberger kündigte im Frühjahr auch ein zusätzliches Sparprogramm in der Höhe von 20 Millionen Euro an.

Auch die Kunden sind Bwin.Party nicht treu geblieben. Die Zahl der aktiven Spielertage sackte im ersten Quartal 2014 gegenüber dem Vorjahr um 23 Prozent ab.

Österreichischer Gründer ausgeschieden

Bwin.Party ging 2011 aus einer Fusion des österreichischen Unternehmens Bwin mit der britischen Partygaming hervor. Bwin wurde 1997 von Teufelberger und Manfred Bodner gegründet. Letzter schied allerdings im Mai aus dem Unternehmen aus.

Im Vorfeld der damaligen Hauptversammlung in Gibraltar gab es heftige Verwerfungen rund um das Führungsgremium von Bwin.Party. Der neue Großinvestor Jason Ader zeigte sich zuletzt mit der Strategie und Führung des Konzerns unzufrieden und hatte das Board mit bis zu fünf Direktoren beschicken wollen. Mit seinem 5,25-Prozent-Aktienanteil steht ihm ein Kandidat zu.

Aktie verlor massiv an Wert

Am Tag der Hauptversammlung verkündeten Bwin.Party und Ader allerdings eine Einigung. Der US-Investor zog vier Nominierungen zurück. Dafür zog mit Daniel Silvers ein Vertreter von Aders Investmentvehikel Springowl in das Kontrollgremium ein.

Die Aktie von Bwin.Party verlor zuletzt massiv. Anfang 2011 stand der Kurs noch bei über 200 Pence, derzeit nur bei bei etwas über 90 Pence. (Reuters/red, derStandard.at, 26.6.2014)

  • Bwin.Party ist Sponsor zahlreicher Sportveranstaltungen
    foto: epa/roland weihrauch

    Bwin.Party ist Sponsor zahlreicher Sportveranstaltungen

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