UN-Sicherheitsrat verlängert Mali-Einsatz

26. Juni 2014, 06:18
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Österreich und Deutschland einigten sich zuvor auf Verlängerung der Entsendung von Truppen

New York - Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat die Verlängerung des Friedeneinsatzes im westafrikanischen Mali um ein Jahr beschlossen. Einstimmig verabschiedeten die 15 Mitglieder des mächtigsten UN-Gremiums am Mittwochabend in New York eine entsprechende Resolution.

Zugleich sprach sich der Sicherheitsrat darin dafür aus, künftig auch für den Schutz der Bevölkerung in ländlicheren Gebieten im unruhigen Norden des Landes zu sorgen. Das Mandat der mehr als 11.000 Militär- und knapp 1.500 Polizeikräfte in Mali läuft nun bis zum 30. Juni 2015.

Islamistische Rebellen hatten den Norden Anfang 2012 unter ihre Kontrolle gebracht. Durch eine Intervention französischer und afrikanischer Truppen wurden sie weitgehend zurückgedrängt. Es kommt aber immer wieder zu Anschlägen.

Österreichs Kontingent aufgestockt

Der deutsche Bundestag hatte kurz zuvor die Verlängerung des Einsatzes der Bundeswehr in dem Land um ein weiteres Jahr beschlossen, ebenso wie in Wien der Nationalrat hinsichtlich des österreichischen Kontingents. Dieses wird von neun auf zwanzig aufgestockt, um die Entsendung an einen den aktuellen Erfordernissen entsprechenden Umfang anzupassen. Darüber hinaus können bis zu 20 Personen als Crewmitglieder vorübergehend im Rahmen von Lufttransporten oder Aeromedevac mit dem Lufttransportsystem C-130 Hercules entsendet werden.

Die Hauptaufgabe der Mission besteht in der Beratung, Unterstützung und Ausbildung der unter Kontrolle der rechtmäßigen Zivilregierung operierenden Streitkräfte. Die Gesamtstärke von EUTM Mali beläuft sich auf rund 578 Soldatinnen und Soldaten, die Beteiligung an Kampfeinsätzen ist im Mandat nicht vorgesehen.

Die deutsche Bundeswehr setzt seit Anfang 2013 im UN-Auftrag für den Lufttransport von Truppen und Material zwei Transall-Maschinen und rund 80 Soldaten ein. Die beiden Transall-Flugzeuge kehren allerdings auf Wunsch der Vereinten Nationen vorerst nach Deutschland zurück. Deutschland beteiligt sich darüber hinaus mit gut 170 Soldaten an der von der EU auf den Weg gebrachten Ausbildungsmission in dem Wüstenstaat. (APA, 26.6.2014)

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