Minus 29 Schulleiter im Burgenland

25. Juni 2014, 14:32
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Kleinere Schulen werden von anderen Standorten mitbetreut

Eisenstadt - Die vergangenen Sommer im Nationalrat beschlossene Schulverwaltungsreform wirkt sich im Burgenland auch bei den Direktoren aus. Von derzeit 237 Pflichtschulen werden ab September 29 von anderen Schulstandorten mitbetreut. Im Vordergrund stünden dabei nicht Einsparungen, sondern eine effizientere Organisation.

Zusammenlegung

Kleinere Schulen, wo in der Vergangenheit keine Direktoren mehr, sondern nur provisorische Leiter bestellt wurden, würden nun zu anderen kleinen Schulen dazugelegt. "Der Schritt erfolgt im Burgenland mit 1. September", so Landesschulratspräsident Gerhard Resch.

Schulversuchsartig mache man das in Niederösterreich schon einige Jahre. Die Absicht sei, möglichst Standorte oder Standortverbünde mit mehr als acht Klassen zu schaffen. Dann könnte ein freigestellter Schulleiter die Verwaltung und Planung für diese zwei, drei oder auch vier Schulstandorte übernehmen, erläuterte Resch.

Schulverbände

In manchen Bezirken gebe es relativ viele kleine Orte. Wenn man hier eine gemeinsame Leitung habe, könne das nur gut sein, so Resch. Möglich wäre auch, dass an einem Ort Volksschule, Neue Mittelschule und Polytechnische Schule von einem Direktor geführt werden. In Bayern und Südtirol gebe es noch viel größere Schulverbände, die von einer Person geleitet würden.

Probleme bei der Leitung mehrerer Standorte durch einen Direktor erwartet Resch nicht. Es gehe nicht um starre Anwesenheit - und es gebe schließlich Internet, Handy und iPad: "Es ist bei Bedarf jeder dort erreichbar und verfügbar, wo es notwendig ist."

In Zukunft könne es weitere Zusammenlegungen geben, so der Landesschulratspräsident: "Wenn in ein, zwei Jahren in einer kleinen Schule wieder ein Direktor in Pension geht, dann könnte durchaus eine Überlegung sein, diese kleine Schule einem größeren Verband zuzuordnen. Das ist jederzeit gesetzlich möglich." (APA, 25.06.2014)

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