Wenn "Gratiskonten" Kosten bringen

25. Juni 2014, 09:04
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Ohne Girokonto geht so gut wie nichts, manche sollen kostenlos sein. Verbraucherschützer haben sich die Gratiskonten angesehen

Gratis-Girokonto ist schnell gesagt, aber ist es auch wirklich gratis. Insgesamt gibt es in Österreich derzeit vier Anbieter von Gratiskonten. Ihnen gemein ist, dass sie alle nur auf elektronischem Weg funktionieren. Das Verbraucherschutzmagazin "Konsument" hat in seiner aktuellen Ausgabe alle vier unter die Lupe genommen und kommt zu dem Schluss, dass sich die sogenannten Gratiskonten für die Kunden durchaus lohnten – vorausgesetzt man sieht sich die Kontobedingungen vorher genau an.

Kontoführungsgebühr

Im Regelfall bezieht sich das "Gratis" nämlich primär einmal auf die Kontoführungsgebühr. Während der Umstieg von einem alten Konto auf ein neues Gratiskonto durchaus einfach funktioniere, seien bei genauerer Betrachtungsweise lediglich zwei der Angebote tatsächliche Gratiskonten, so die Verbraucherschützer: Namentlich nennen die Experten direktanlage.at und das easy gratis Gehaltskonto der easybank, wo man regelmäßige Gehalts- oder Pensionseingänge braucht. "

Mit dem Umstieg auf ein Online-Konto kann man sich tatsächlich viel Geld sparen. Bei einigen Banken ist die kostenlose Kontoführung aber mit einem bestimmten Mindestsaldo verbunden“, erklärt Walter Hager, Finanzexperte des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) in einer Aussendung . "In anderen Fällen wiederum wird die Anzahl der monatlichen Transaktionen oder die Dauer der Gebührenbefreiung eingeschränkt.“

So hält die easybank noch zusätzlich das Girokonto "easy konto Privat" bereit, wo bei einem durchschnittlichen Kontostand von 2.500 Euro pro Monat keine Kontoführungsgebühren anfallen würden.

Vorsicht walten lassen

Vorsicht gilt es bei den anderen Anbietern walten zu lassen: So sei bei bankdirekt.at die Kontoführung nur dann ohne Kosten verbunden, wenn man einen Gehalts- oder Pensionseingang von 1.500 Euro und zusätzlich ein Spar- oder Wertpapierkonto habe. Das Gratiskonto der Bawag/PSK hingegen sei nur für Wenignutzer geeignet, weil nur 30 automatisierte Buchungen pro Quartal kostenlos sind. Im Schnitt würden bei "Normalnutzern" aber 40 bis 70 Buchungen pro Quartal anfallen.

Das Fazit der Experten: Mit so genannten Gratiskonten sei durchaus Geld zu sparen, bei einigen gebe es jedoch Hürden in Form von Mindestguthaben oder Einschränkungen. (APA/red, derStandard.at, 25.6.2014)

  • Vier Anbieter von Gratiskonten, die allesamt Onlinekonten sind, gibt es in Österreich.

    Vier Anbieter von Gratiskonten, die allesamt Onlinekonten sind, gibt es in Österreich.

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