ÖIAG fehlt noch ein Präsident

24. Juni 2014, 17:24
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Die "Selbsterneuerung" des Aufsichtsrats hat Bestand

Wien - Aus der Reform wurde nichts. Und so bleibt alles beim alten in der Staatsholding ÖIAG, die im Wesentlichen die Staatsanteile an Telekom Austria, OMV und Post verwaltet. Der Holding werden vorerst nicht nur keine neuen staatlichen Beteiligungen übertragen, auch die "Selbsterneuerung" des Aufsichtsrats hat Bestand. Nach der Bestellung von drei Mitgliedern Montagabend soll an diesem Donnerstag der Nachfolger von Peter Mitterbauer als Präsident des Kontrollgremiums fixiert werden.

Der von Magna ins Imperium des Oligarchen gewechselte Steirer Siegfried Wolf gilt nach wie vor als Favorit für den Posten. Doch die Diskussionen um mögliche russische Interessen des Managers haben Überlegungen über mögliche Alternative angeregt. Dabei fällt auch immer wieder der Name Stephan Koren. Der als Sanierer in die ÖVAG geholte Manager wird dem schwarzen Lager zugerechnet und sitzt bereits im Aufsichtsrat der ÖIAG.

In das Gremium werden - ebenfalls am Donnerstag - Ex-Vizekanzlerin Susanne Riess, Andritz-Chef Wolfgang Leitner und Wirtschaftsprüfer Friedrich Rödler als neue Mitglieder einziehen. Sie folgen auf Mitterbauer, seinen zweiten Stellvertreter Wolfgang Pfarl und Alexander Riklin. An der ÖIAG in ihrer derzeitigen Form, wie sie von Schwarz-blau geschaffen wurde, dürfte sich somit nicht viel ändern. Auch wenn die Reform im Regierungsabkommen verankert wurde. (red, DER STANDARD, 25.6.2014)

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