Rudolf Schwarz wird "Presse"-Geschäftsführer, Nowak Herausgeber

24. Juni 2014, 10:55
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Schwarz war rechte Hand von Michael Tillian, der geht - Führt Wiener Styria-Zeitungsverlag künftig mit Herwig Langanger

Wien - Rudolf Schwarz wird neuer Geschäftsführer von "Presse" und "Wirtschaftsblatt". Schwarz war bisher rechte Hand von Michael Tillian, der den Verlag wie berichtet verlässt.

Schwarz leitete bisher den Bereich "Prozesse und Organisation" bei "Presse" und "Wirtschaftsblatt". Er hatte damit eine zentrale Rolle bei der Zusammenführung der beiden Tageszeitungsverlage der Styria in Wien. Schwarz wird die Geschäftsführung gemeinsam mit Herwig Langanger übernehmen.

Bei der Gelegenheit wird "Presse"-Chefredakteur Rainer Nowak laut Styria-Info zum Herausgeber aufgewertet.

Tillian zu Technologie- und Medien-Venture

Schlagend werden die Rochaden bei "Presse" und "Wirtschaftsblatt" mit 1. Oktober, wie die Styria Media Group  erklärte. Tillian wechselt dann im Wege eines Management-Buy-in als geschäftsführender Gesellschafter an die Spitze eines österreichischen Digitale-Technologie- und Medien-Ventures, um dieses international auszubauen.

Styria-Vorstandsvorsitzender Markus Mair bedankte sich beim scheidenden Geschäftsführer: "Michael Tillian hat die 'Presse' und das 'Wirtschaftsblatt' sehr erfolgreich durch das wirtschaftlich schwierige Umfeld geführt und organisatorisch neu ausgerichtet. Die Restrukturierung ist ihm und seinem Team schneller gelungen als ursprünglich angenommen. Er hat auch einen Nachfolger für die Geschäftsführung aufgebaut und Weichen für die Zukunft gestellt."

Tillian war rund 14 Jahre in verschiedenen Top-Managementpositionen sowie als Anwalt für die Styria-Gruppe tätig. Für den Wechsel habe er sich nach reiflicher Überlegung entschieden und weil eine wesentliche Prämisse erfüllt sei: "Ich kann die Führung von 'Presse' und 'Wirtschaftsblatt' abgeben, weil die wesentlichen Schritte zur strategischen Neuausrichtung gesetzt wurden und es für meine Nachfolge einen perfekten Kandidaten von innen gibt, der das Haus bestens kennt. Nun kann ich meinem langjährigen Wunsch, Unternehmer zu werden, nachgeben und diesen mit Hilfe von Finanzinvestoren umsetzen."

Schwarz bisher für Prozesse und Organisation verantwortlich

Der neue "Presse"- und "Wirtschaftsblatt"-Geschäftsführer Schwarz (34) arbeitete schon bisher als rechte Hand Tillians. Styria-Vorstandschef Mair: "Mit Rudolf Schwarz konnten wir einen exzellenten Nachfolger für den künftigen Weg der beiden Unternehmen finden." Schwarz sei durch seine bisherigen beruflichen Stationen in der Medienbranche - unter anderem bei der "Kleinen Zeitung" und der "Regionalmedien Austria" - sowie in der Unternehmensberatung ein erfahrener Manager. Seit 2012 war er in der Geschäftsleitung von "Presse" und "Wirtschaftsblatt" für die Bereiche Prozesse und Organisation verantwortlich.

Tillians Abgang hat auch Änderungen in der Herausgeberschaft der "Presse" zur Folge. Deren Chefredakteur Rainer Nowak (41) wird demnach ab Oktober auch die Position des "Presse"-Herausgebers einnehmen. Mair: "Die Berufung in diese verantwortungsvolle und repräsentative Position ist Ausdruck der besonderen Wertschätzung Rainer Nowaks. Er gibt der Marke 'Die Presse' Stimme und publizistische Linie." (red, APA, derStandard.at, 24.6.2014)

  • Rudolf Schwarz, Rainer Nowak und Herwig Langanger (v. li.).
    foto: presse/clemens fabry

    Rudolf Schwarz, Rainer Nowak und Herwig Langanger (v. li.).

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