Verteidigungsminister: Über Kooperationen "offen diskutieren"

24. Juni 2014, 08:48
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Auslagerung der Luftraumüberwachung steht für Klug derzeit "nicht zur Debatte"

Wien - Die Auslagerung  der Luftraumüberwachung an einen "fremden Staat" steht für Verteidigungsminister Gerald Klug nicht zur Debatte, heißt es in einer Presseaussendung des Verteidigungsministeriums.

Damit reagiert Klug auf Spekulationen in den Medien, wonach die Luftraumüberwachung Österreichs aufgrund der budgetären Notlage des Bundesheeres ausgelagert werden könnte.

Selbstständig

"Österreich muss und wird auch in Zukunft selbstständig für seine Luftraumüberwachung sorgen können. Das gehört zu den grundlegenden Aufgaben des Österreichischen Bundesheeres", sagt Klug. Das Bundesheer werde auch in Zukunft "die nötigen Abfangjäger und Radarsysteme im Einsatz haben".

Luftlagedaten

Einen Ausbau bereits "heute bestehender Zusammenarbeit mit Partnern" schließt der Minister aber für die Zukunft nicht aus. So werden etwa schon derzeit Luftlagedaten ausgetauscht und im Rahmen von Luftraumsicherungsoperationen eng kooperiert.

"Wenn wir durch Kooperation besser und effizienter werden können, dann sollten wir das offen diskutieren", sagte Klug. Den derzeitigen Bearbeitungen des Generalstabes zu diesem Thema wolle er jedoch nicht vorgreifen.

Neutralität bleibt Grundlage

Etwaige Vorschläge sollen im Rahmen des Reformpaketes für ein neues Bundesheer im Herbst vorgelegt werden. "Sollte es Punkte geben, werden wir darüber informieren und zum gegebenen Zeitpunkt eine Diskussion führen." Die Neutralität bleibe dabei "selbstverständlich die Grundlage unseres Handelns", sagt Klug. (red, derStandard.at, 24.6.2014)

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