Obama droht Putin per Telefon

23. Juni 2014, 22:25
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US-Präsident: Moskau muss sich auf "zusätzliche Kosten" einstellen

Washington - Nach der Europäischen Union hat auch US-Präsident Barack Obama von Russland konkrete Schritte zur Stabilisierung der Lage in der Ukraine gefordert. Sollte Russland diese nicht unternehmen, müsse es mit "zusätzlichen Kosten" rechnen, warnte Obama am Montag nach Angaben seiner Regierung in einem Telefonat mit Russlands Präsident Wladimir Putin.

Obama habe Putin erneut aufgefordert, sich für Frieden einzusetzen und nicht zuzulassen, dass die Separatisten im Osten der Ukraine über die russische Grenze mit Waffen und Material versorgt würden. Nach Angaben der Regierung in Moskau war eine Umsetzung des Friedensplans des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko Thema des Telefonats. Putin habe betont, dass in erster Linie Militäreinsätze gestoppt werden müssten und die gegnerischen Parteien direkte Verhandlungen beginnen sollten.

Wirtschaftssanktionen

Die USA und die Regierung in Kiew werfen Russland vor, prorussische Separatisten im Osten der Ukraine zu unterstützen. Auch die Europäische Union forderte am Montag von Russland konkrete Schritte zur Stabilisierung der Lage in der Ostukraine. Als Drohung stehen Wirtschaftssanktionen im Raum, also Strafmaßnahmen, die anders als bisher verhängten Sanktionen des Westens ganze Wirtschaftsbereiche treffen.

Die Europäische Union und die USA hatten bereits nach der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland im März Einreiseverbote und Kontosperrungen gegen ranghohe russische Regierungsvertreter und Wirtschaftsführer mit Verbindungen zu Putins Machtzirkel verhängt.  (APA/Reuters, 23.6.2014)

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