Demos und Platzsperren in Wien

23. Juni 2014, 20:20
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Keine groben Behinderungen im Öffi-Verkehr erwartet

Rund 500 Polizisten werden am Dienstag in Wien im Einsatz stehen, wenn Russlands Präsident Wladimir Putin zu Besuch kommt. Um Ausschreitungen zu verhindern, wurden von der Exekutive zudem Platzsperren im ersten und dritten Bezirk ausgesprochen. Das bedeutet, dass nur Einsatzkräfte, Anrainer oder akkreditierte Medienvertreter den Bereich betreten dürfen. Bei Nichtbefolgung der Verbote kann eine Geldstrafe von bis zu 360 Euro oder einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Wochen verhängt werden.

Von den Platzverboten betroffen sind der Schwarzenbergplatz und der Heldenplatz ab 12 Uhr. Außerdem werden Teile des Stubenrings rund um die Wirtschaftskammer gesperrt sein. Auch der Schubertring rund um das Ritz-Carlton-Hotel sind von Sperrzonen betroffen. Diese Verbote treten um 17 Uhr in Kraft.

Die öffentlichen Verkehrsmittel sollen trotz der Sperren ungehindert im Einsatz sein. Laut Wiener-Linien-Sprecherin Anna Maria Reich kann es aber aufgrund polizeilicher Anweisungen dazu kommen, dass ein Zug zurückgehalten werden muss. Längere Umleitungen seien nicht geplant.

Hunderte demonstrieren

Im Zuge des Putin-Besuchs wurden laut Polizei-Sprecher Roman Hahslinger fünf Kundgebungen angemeldet. Auf dem Minoritenplatz werden zwischen 13 und 15 Uhr rund 300 Leute protestieren, auf dem Josef-Meinrad-Platz sollen sich zwischen 13.30 und 15.30 Uhr rund 40 Personen einfinden. Um 14 Uhr startet eine Kundgebung mit 300 Menschen vor dem Parlament, und ebenso viele Personen versammeln sich um 15.30 Uhr auf dem Heldenplatz. Um gegen die Gesetzgebung gegen Homosexuelle in Russland zu demonstrieren, ruft die Initiative "To Russia With Love“ zu einem Regenbogenmarsch vom Schwarzenbergplatz zum Minoritenplatz auf. Es werden 300 Personen erwartet. (red, DER STANDARD, 24.6.2014)

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