Baumax fuhr im Vorjahr 150 Millionen Verlust ein

23. Juni 2014, 13:58
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Operativer Verlust 44,5 Millionen Euro - Verschuldung gestiegen - Umsatz gesunken 

Wien/Klosterneuburg - Die angeschlagene Baumarktkette "Baumax" hat 2013 einen Verlust von 152,6 Millionen Euro gemacht, schreibt das "WirtschaftsBlatt" unter Berufung auf das Firmenbuch. Medien waren schon früher davon ausgegangen, dass der Jahresverlust bei 150 Millionen Euro liegen könnte. Der operative Verlust (Ebit) erhöhte sich von 15,4 Millionen Euro auf 44,5 Millionen. Euro, schreibt das "WirtschaftsBlatt" online.

Der Umsatz sei von 515 Millionen Euro im Jahr davor auf 501,6 Millionen Euro zurückgegangen. Außerplanmäßige Abschreibungen verbundener Unternehmer (Ost-Töchter) hätten sich auf 27,6 Millionen Euro belaufen, nach 189,6 Millionen Euro im Jahr zuvor. Die Verschuldung sei weiter gestiegen, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hätten sich von 312,3 Millionen Euro 2012 im Vorjahr auf 390,6 Millionen Euro erhöht.

Verunsicherung bei Stakeholdern

"Sowohl die Umsatz- als auch die Ergebnisentwicklung ergibt sich dabei aus internen Faktoren wie extrem limitierte finanzielle Ressourcen, geringem Lagerstand bei umsatzstarken Artikeln und Verunsicherung bei den Stakeholdern", zitiert die Zeitung aus dem Anhang zum Geschäftsbericht. "Der fehlende Umsatz sowie die zu geringe Marge sind die wesentlichen Gründe für das negative Ergebnis; zwar konnten massive Kosteneinsparungen erzielt werden, das EBIT ist im Vorjahresvergleich aber durch notwendige Wertberichtigungen auf Forderungen gegenüber Tochtergesellschaften in der Höhe von 44,6 Millionen Euro (Vorjahr: null Euro) belastet", heißt es dort weiter.

Als "wesentliche Voraussetzungen" für die Restrukturierung werden "ein Umsatzwachstum bis 2016 von rund zehn Prozent, eine Steigerung der Bruttogewinnmarge um rund drei Prozentpunkte sowie die Erzielung wesentlicher, zusätzlicher Ergebniseffekte im Bereich Vertriebsoffensive und e-Commerce, Category Management und Einkauf sowie Personal und sonstiger betrieblicher Aufwand" genannt.

Vom Unternehmen gab es am Montag kurzfristig noch keine Stellungnahme.  (APA, 23.6.2014)

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