Kinderbetreuung: Ausbau beschlossen

23. Juni 2014, 19:15
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Nach einigen Konflikten konnte eine Lösung gefunden werden

Wien - Die Regierung holt nach, woran sie vor zwei Wochen unter einigen Streitereien gescheitert ist: Der Ministerrat hat am Dienstag das Konzept für den Ausbau der Kinderbetreuung beschlossen.

Die zuständigen Ministerinnen Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) und Sophie Karmasin (ÖVP) hatten im Vorfeld lange verhandelt. Nun hat man sich darauf verständigt, dass grundsätzlich mindestens 45 Stunden an Öffnungszeit nötig sind, um eine Förderung zu erhalten.

Heinisch-Hosek hatte ursprünglich auf 47 Wochen gedrängt und deshalb zuletzt einen Beschluss im Ministerrat platzen lassen, was auf helle Empörung von Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) stieß. Jetzt hat die Frauenministerin eingeschwenkt. Immerhin sei vorgesehen, dass jene, die 47 Wochen offen halten, höhere Förderungen bekommen sollen.

Was die Sache kompliziert macht: Der Bund fördert den Ausbau bis 2017 mit insgesamt 305 Millionen, doch die für die Umsetzung zuständigen Bundesländer müssen nicht nur eigenes Geld drauflegen, sondern auch bestimmte Qualitätskriterien erfüllen. Weil sich einige Länder dazu außerstande fühlen, kam ihnen Familienministerin Karmasin mit Erleichterungen entgegen. (APA, red, 23.6.2014)

  • Der Bund stellt den Ländern zwischen 2014 und 2017 insgesamt 305 Millionen Euro zum Ausbau der Kindergartenplätze zur Verfügung.
    foto: dpa/grubitz

    Der Bund stellt den Ländern zwischen 2014 und 2017 insgesamt 305 Millionen Euro zum Ausbau der Kindergartenplätze zur Verfügung.

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