"Ray": Roboter parkt Autos ein

22. Juni 2014, 13:18
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Fahrer müssen Stellplatz nicht mehr selber finden - Betriebsstart am Flughafen Düsseldorf

Die Suche nach einer freien Lücke auf scheinbar endlosen Parkdecks wird Passagiere am Düsseldorfer Flughafen ab Morgen der Vergangenheit angehören. Am Montag wird dort eine technische Weltneuheit vorgestellt: Park-Roboter "Ray" soll hier ab sofort die lästige Platzsuche im Parkhaus übernehmen.

Autofahrer stellen ihren Wagen künftig auf einem Stellplatz am Eingang ab. Nachdem Ray das jeweilige Auto vermessen hat, lupft er wie ein Gabelstapler die Räder um einige Zentimeter an und parkt den Wagen ein. Im Gegensatz zu automatisierten Parkhäusern wie etwa in New York und München, die wie ein Hochregallager mit Aufzug konstruiert sind, können auch herkömmliche Parkhäuser mit "Ray" nachgerüstet werden, so ein Airportsprecher.

Mehr Autos unterbringbar

Entwickelt hat "Ray" das kleine oberbayerische Unternehmen Serva Transport Systems aus Grabenstätt. Zum Teil dienten dabei Industrieroboter als Vorbild, die fahrerlos durch Autofabriken kurven und dort weitgehend die Logistik übernommen haben. Am Dienstag soll das System freigeschaltet werden, zunächst soll es 260 Parkplätze bestücken.

"Ray" verspricht nicht nur Hilfe für Autofahrer mit Parkhaus-Phobie, sondern auch Mehreinnahmen für die Betreiber: Bis zu 40 Prozent mehr Autos könne der Roboter unterbringen - bei eigens für ihn konstruierten Gebäuden sogar bis zu 60 Prozent, verspricht Serva. "Ray" kann sich auf der Stelle drehen, sein Radius ist daher viel kleiner als der von Autos, die Wege zwischen den Autoreihen können entsprechend schmaler sein.

An Flugdatenbank gekoppelt

Der Parkroboter ist auch an Flugdatenbank angebunden. Sobald der Flieger des Autobesitzers gelandet ist, erfährt "Ray" dies und kann den Wagen ausparken und bereitstellen. Für Bedienerfreundlichkeit soll zudem eine Smartphone-App sorgen. (APA, 22.06.2014)

  • Dank Serva sollen auf dem gleichen Platz bis zu vierzig Prozent mehr Autos untergebracht werden können.
    foto: serva transport systems

    Dank Serva sollen auf dem gleichen Platz bis zu vierzig Prozent mehr Autos untergebracht werden können.

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