Frankreich nach Torfestival unter den Titelfavoriten

20. Juni 2014, 22:58
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Les Bleus hatten kein Mitleid mit überforderten Schweizern und gewannen die Offensiv-Demonstration 5:2

Salvador - Die Schande der WM 2010, das Vorrunden-Aus als zerstrittener Haufen, ist vergessen. Frankreich steht so gut wie fix im Achtelfinale. Im Spitzenspiel der Gruppe E führte die Equipe Tricolore gegen Ottmar Hitzfelds Schweizer bereits zur Pause mit 3:0. Coach Didier Deschamps hatte im Gegensatz zum Auftaktsieg gegen Honduras Olivier Giroud von Beginn an aufs Feld geschickt. Der bedankte sich flott. Nach einem Eckball von Mathieu Valbuena erzielte der Stürmer von Arsenal per Kopf die Führung (17.). Es war der 100. WM-Treffer für Frankreich.

Den Schweizern, die Verteidiger Steve von Bergen früh durch eine Verletzung am Auge verloren hatten (9.), blieb gar nicht die Zeit, erschüttert zu sein. Nur 66 Sekunden später fabrizierte Valen Behrami einen Rückpass, ohne auf Karim Benzema zu achten. Der Starstürmer entsandte Blaise Matuidi, der Goalie Diego Benaglio mit einem Schuss ins kurze Eck schlecht aussehen ließ.

Unabwendbares Unheil

Nach einer halben Stunde vergab Haris Seferovic, der den Schweizer Auftaktsieg über Ecuador fixiert hatte, die Chance auf den Anschlusstreffer. Die Franzosen brachten es im Gegenzug fertig, einen Elfmeter besonders peinlich zu vergeben. Nach einem Foul von Johan Djourou an Benzema scheiterte der Gefoulte an Benaglio. Den Nachschuss setzte Yohan Cabaye an die Latte statt ins leer Tor (32.). Ein Fehler, der Valbuena nicht unterlief, als sich Giroud bedankt und dem kleinen Antreiber von Marseille das 3:0 serviert hatte (40.).

Nach Seitenwechsel wich Giroud Paul Pogba, der Benzema bald dessen dritten Turniertreffer auflegte (67.). Und als Moussa Sissoko Benzemas Einladung zu seinem ersten Länderspieltor annahm (73.), war Frankreichs höchster WM-Sieg seit einem 7:3 über Paraguay 1958 in Reichweite. Ihn vereitelten der eingewechselte Blerim Dzemaili (81.) und Granit Xhaka (87.) durch ihre späten Treffer - kaum mehr als zwei Schönheitsfehler. (red, DER STANDARD, 21.6.2014)

Gruppe E (2. Runde):
Schweiz - Frankreich 2:5 (0:3)
Salvador, Arena Fonte Nova, 51.003, SR Björn Kuipers/NED

Tore:
0:1 (17.) Giroud
0:2 (18.) Matuidi
0:3 (40.) Valbuena
0:4 (67.) Benzema
0:5 (73.) Sissoko
1:5 (81.) Dzemaili (Freistoß)
2:5 (86.) Xhaka

Schweiz: Benaglio - Lichtsteiner, Djourou, Von Bergen (9. Senderos), Rodriguez - Behrami (46. Dzemaili), Inler - Shaqiri, Xhaka, Mehmedi - Seferovic (69. Drmic)

Frankreich: Lloris - Debuchy, Varane, Sakho (66. Koscielny), Evra - Sissoko, Cabaye, Matuidi - Valbuena (82. Griezmann), Giroud (63. Pogba), Benzema

Anmerkung: Benzema scheitert mit Foulelfmeter an Benaglio (32.)

Gelbe Karten: Keine bzw. Cabaye

  • Viel besser kann es nicht laufen für Les Bleus.
    foto: ap/ christophe ena

    Viel besser kann es nicht laufen für Les Bleus.

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