Causa Alijew: U-Haft wurde verlängert

20. Juni 2014, 19:24
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Nächste Haftprüfung in einem Monat

Wien/Astana - Die Untersuchungshaft wegen Mordverdachts gegen den Rachat Alijew, früherer Vizegeheimdienstchef Kasachstans und Ex-Botschafter in Österreich wurde am Freitag vom Landesgericht Wien verlängert, berichtete die "Kronen Zeitung". Für eine Bestätigung waren am Abend weder das Landesgericht Wien noch die Rechtsvertretung von Alijew erreichbar.

Die Verlängerung der U-Haft ist jedoch nachvollziehbar, da sich an der Verdachtslage offenbar nicht geändert hat. Die nächste Haftprüfung steht nun in einem Monat bevor. Dies gelte laut der Zeitung auch für die beiden mutmaßlichen Komplizen des Ex-Botschafters.

Der Fall des ehemaligen Vize-Geheimdienstchefs Alijew beschäftigt die österreichische Justiz und Politik seit Jahren. 2002 kam der damalige Schwiegersohn des autoritären Präsidenten Nursultan Nasarbajew als Botschafter nach Österreich. Anfang 2007 fiel Alijew bei Nasarbajew in Ungnade.

Die kasachische Justiz verlangt seine Auslieferung wegen der Entführung zweier - später tot aufgefundenen - Bankmanager, die aber von Österreich zwei Mal aufgrund der Menschenrechtslage in der Ex-Sowjetrepublik abgelehnt wurde. Im Juli 2011 leiteten österreichische Behörden Ermittlungen gegen Aliyev ein, danach lebte der Ex-Botschafter unter dem Namen seiner Frau, Shoraz, in Malta.

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