Millionen für User-Einbindung

20. Juni 2014, 17:42
19 Postings

Gemeinsames Projekt von "New York Times" und "Washington Post" mit Mozilla - derStandard.at mit neuen Forenfiltern

New York / Wien - Die US-Qualitätszeitungen "New York Times" und "Washington Post" entwickeln gemeinsam mit Mozilla eine neue Plattform für Beiträge von Usern. Die Knight-Stiftung finanziert das Projekt mit rund 2,9 Millionen Euro. Die US-Stiftung fördert journalistische Innovationen.

"User verbringen mehr Zeit auf Seiten, zu denen sie aktiv beitragen können", begründet die "New York Times" das Vorhaben. Knight-Manager Alberto Ibargüen erklärt es mit der "Notwendigkeit, das Publikum auf eine Art einzubinden, die den Diskurs verbessert".

Mit dem Tool der Firefox-Entwickler sollen Userinnen und User Text, Bilder und Links posten können, Onlinediskussionen leichter verfolgen und ihre Beiträge und Identitäten managen, ließen die beiden Medienhäuser verlauten. Laut "Post" soll die Community-Plattform Kommentatoren reihen und kategorisieren. Diese Funktion "wird Trolle nicht eliminieren. Aber sie könnte den Wettbewerb um die lauteste Stimme bremsen", zitiert die "Post" ihren Digitaldirektor Greg Barber.

derStandard.at: Neue Filter

Die Foren auf derStandard.at werden schon in den nächsten Monaten den Usern ermöglichen, Postings zu filtern und zu reihen; qualitätvolle Beiträge werden besonders hervorgehoben. Schon bisher können User Postings der Redaktion melden. Seit 2013 moderiert eine eigene Abteilung die Foren, kommuniziert mit Userinnen und Usern, löscht Postings und sperrt auffällige User.

Medienhäuser organisieren ihre Onlinezugänge häufig über Facebook. Die neue Mozilla-Plattform soll ihnen Zugriff auf die Daten liefern. Auf derStandard.at müssen sich Poster mit einer gültigen Mailadresse anmelden; über ihre IP-Adresse ist die Identität etwa auf richterliche Anordnung auszuforschen.

Die Mozilla-Plattform soll Postings auch hervorheben, um Journalisten die Interaktion mit dem Publikum zu erleichtern. Die Medienhäuser sollen Beiträge der Userinnen und User besser nutzen und einbinden können. (red, DER STANDARD, 21.6.2014)

Share if you care.