Happy End mit Hundeschwanz und schwarzer Gerste

Ansichtssache5. August 2014, 16:50
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Meinen "Offenbarungseid" über die slowenische Küche hätt' ich also vorige Woche hinter mich gebracht, wie mir User Michael Holzermayr2 zu Teil 1 meines kleinen, mittelmäßig bebilderten Erlebnisaufsatzes über Hiša Franko im Soča-Tal attestierte: "Sie haben offenbar weder Hiša Franko noch den Stellenwert der slowenischen Küche verstanden." Stimmt gewiss, aber womöglich mag ich mich auch in eher lasche Krustentiere im Nudelteig gar nicht richtig einfühlen. Und natürlich kann man Regionalität auch überbewerten.

Umso besser schmeckt mir, dass wir uns nicht nur einen, sondern eben zwei Abende in Kobarid vorgenommen haben. Am zweiten Abend hatten wir dann auch ein Zimmer in der rundum chic erneuerten alten Gastwirtschaft, das mir eigentlich schon für den ersten Abend fix gebucht schien, aber eben leider nur mir.

Der Hundeschwanz, ein Happy End

Gut auch, dass wir gefragt wurden, ob wir das Menü vom Vorabend noch einmal möchten, nur eben mit ein paar Gängen mehr, - oder doch lieber etwas Anderes. Gut zudem, dass die Weine gar nicht überwiegend so mittelmäßig waren, wie der (mir sonst in seiner Bestimmtheit recht sympathische) User Michael Holzermayer2 behauptet. Sie merken, da bahnt sich ein Happy End an. Wie ohnehin von langer Hand geplant.

Es wurde also erfreulich anders als am Vortag, und - ganz ohne Eide oder Offenbarungen - sehr, sehr gut. Nur die Qualität meiner Bilder konnte mit jener des Essens wieder einmal nicht ganz mithalten. Aber sehen Sie doch selbst.

Bild 1 von 10
foto: harald fidler

Man muss nun wirklich aus Leber nicht unbedingt Parfait machen, finde ich. Aber dieses Hühnerleberparfait bekommt zum Einstieg gleich einmal (nach Wurst und Forelle wie am Vortag) zwei hoch erfreute Rufzeichen. Mit Marille und - nicht ganz originellem, aber angenehm dezentem Parmesanbrot.

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