Am, An und Aki mischen die Modebranche auf

22. Juni 2014, 14:34
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Fantastische Geschichten aus der Welt der Werbung. Diese Woche: Burberry. Warum drei indische Schwestern Prince Charles in Panik versetzen.

Ambuda, Anuva und Akansha Pashmani waren die drei Töchter des indischen Telekommunikationsmoguls Arjun "President“ Pashmani.  Die drei Schwestern waren in Großbritannien aufgewachsen und hatten ihre Kindheit größtenteils in englischen Internaten sowie in der Schmuck- und Damenmodenabteilung von Harrods verbracht. Ihrem Vater hatte das Kaufhaus mal für einige Jahre gehört.

Als Triple A – wie die drei von ihrem Freundeskreis genannt wurden -  bei der Aufnahmeprüfung für die britische Hochschule für Textildesign mit Pauken und Trompeten durchgerasselt waren, hatte ihr Vater dem Institut einen neuen Bibliotheksflügel sowie einen üppig dotierten Lehrstuhl für internationales textiles Luxusdesign spendiert. Der Inhaber wurde verpflichtet, Pashmanis Töchter als Studentinnen aufzunehmen.

foto: lukas friesenbichler

Am, An und Aki machten sich sogleich an einen Klassiker der britischen Herrenbekleidung und interpretierten den Trenchcoat zum Abendkleid um – wahlweise in zartrosa, nachtschattenblau und taubengrau zu haben. Die Sache wurde ein Renner und inspirierte sogar zahlreiche Mitglieder des britischen Hochadels. Camilla Parker-Bowles ließ einige Mäntel ihres Gatten umfärben und trug sie fortan unter den missbilligenden Blicken ihrer Schwiegermutter bei Diners im Familienkreis auf.

Am, An und Aki planten indes schon ihren nächsten Coup: Schottenhosen für Frauen. An denen würde in der nächsten Saison keiner vorbeikommen. Als der Prince of Wales Wind davon bekam, ließ er seine Lieblingsschottenröcke sofort an einen Ort auf Highgrove bringen, an dem sie vor Camillas Zugriff sicher waren. Man sollte es mit diesem Cross-Dressing nun wirklich nicht übertreiben. (Stefan Ender, derStandard.at, 22.06.2014)

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    foto: lukas friesenbichler
  • Die Kreativität der Werbebranche ist grenzenlos. Genauso wie die Phantasie unseres Autors Stefan Ender. Er denkt sich an dieser Stelle wöchentlich eine Geschichte zu einer aktuellen Werbekampagne aus. Das Magazin mit dem aktuellen Werbesujet fotografierte Lukas Friesenbichler, das Werbemotiv stammt von Mario Testino.

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