Hoffen auf das Ende der Probleme

20. Juni 2014, 16:13
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Im Vergleich zu klassischen Anlagen haben Managed Futures Boden verloren, doch die US-Notenbank könnte für eine Änderung sorgen

Wien - Die vergangenen Jahre waren für Managed Futures nicht leicht. Obwohl Aktien sich beispielsweise sehr gut entwickelt haben, gab es nur wenige Trends, denen diese Asset-Klasse folgen konnte. Wann immer es auf und ab oder seitwärts geht, ist das Umfeld für Managed Futures schlecht - "weil sich dann keine eindeutigen Trends abzeichnen", sagt Graham Robertson, Portfoliomanager bei AHL.

In dieser Anlageklasse investieren Manager mithilfe quantitativer Handelsstrategien über Derivate wie Futures und Optionen in verschiedene Märkte - von Rohstoffen bis zu Zinsen. Im Schnitt haben diese Manager seit dem Jahr 2011 knapp sechs Prozent Verlust eingefahren, zeigt ein Index von Newedge. Im selben Zeitraum haben globale Aktien, gemessen am MSCI World, mehr als 55 Prozent an Wert zugelegt.

 Interessante Nischen

Der langsame Ausstieg der US-Notenbank Fed aus den Bondkäufen hat nun "den Anfang vom Ende der Probleme eingeleitet", glaubt Robertson. Denn damit würden die Korrelationen aus dem Markt verschwinden und sich wieder mehr Trends ergeben, auf die gesetzt werden könne.

Wer sich in Nischen bewegt, konnte auch in den vergangenen Jahren gut verdienen. Denn innerhalb der großen Finanzmärkte haben sich immer wieder Trends abgezeichnet. Graham nennt als Beispiel den US-Aktienmarkt und einzelne Sektoren, die sich in den vergangenen Jahren höchst unterschiedlich entwickelt haben.

Health-Care-Aktien haben sich deutlich nach oben bewegt - der Finanzbereich ist deutlich gefallen. Auf beides können Managed Futures setzen, weil auch Short-Strategien, also das Investieren in fallende Märkte, ein Teil der Strategien sind. Auch der Kreditmarkt sei wieder sehr liquide geworden und "bietet gute Chancen", sagt Robertson. (bpf; sulu, DER STANDARD, 20.6.2014)

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