34 Tote bei Anschlag in Syrien

20. Juni 2014, 13:22
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Mehr als 50 Verletzte in Al-Horra

Damaskus/Beirut - Bei einem Bombenanschlag sind am Freitag in der zentralsyrischen Provinz Hama mindestens 35 Menschen getötet worden. Mehr als 50 Menschen seien zudem verletzt worden, als ein mit drei Tonnen Sprengstoff gefüllter Lastwagen explodierte, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana.

Der Anschlag ereignete sich in der von Truppen des syrischen Staatschefs Bashar al-Assad kontrollierten Ortschaft Al-Horra. Die Agentur machte Aufständische für den Anschlag verantwortlich.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London, die ihre Informationen aus einem Netzwerk von Kontakten in die syrische Zivilgesellschaft bezieht, gab die Zahl der Toten des Anschlags mit 33, die der Verletzten mit mehr als 40 an.

In Syrien herrscht seit mehr als drei Jahren Bürgerkrieg. Ausgangspunkt waren im März 2011 zunächst friedliche Proteste gegen Assad, die in einen blutigen Konflikt mündeten. Seither wurden Schätzungen zufolge mehr als 160.000 Menschen getötet. Millionen Syrer sind auf der Flucht.

An der Autobahn von Beirut nach Damaskus wurden unterdessen bei einem Selbstmordanschlag an einem libanesischen Kontrollposten zwei Menschen getötet und mehrere weitere verletzt, wie die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete. Betroffen war demnach der Kontrollpunkt Dah al-Baidar, östlich der libanesischen Hauptstadt. Laut NNA hatte kurz vor dem Anschlag ein Konvoi mit Geheimdienst-Chef General Abbas Ibrahim den Kontrollpunkt passiert.

Fotograf freigelassen

Die Regierung in Kopenhagen gab zudem am Freitag bekannt, dass der dänische Fotograf Daniel Rye Ottosen, der als Freelancer arbeitet, nach 13 Monaten von seinen Entführern in Syrien freigelassen wurde. Nach Informationen der dänischen Agentur Ritzau ist die Extremistengruppe Islamischer Staat im Irak und der Levante (ISIS) für die Entführung verantwortlich. Nach Angaben der Angehörigen geht es dem 25-Jährigen "den Umständen entsprechend gut". Die dänischen Medien wussten seit langer Zeit von der Entführung, hatten aber von einer Berichterstattung abgesehen.  (APA, 20.6.2014)

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