England out, Uruguay siegt dank Suarez

19. Juni 2014, 23:11
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Der Ausgleich durch Rooney währte nur kurz, in der 85. Minute machte Uruguay den Sack zu

Uruguay hat am Donnerstag in Sao Paulo mit einem 2:1-Sieg über England die Chance auf das Achtelfinale der Fußball-WM in Brasilien gewahrt. Matchwinner für den Weltmeister von 1930 und 1950 war Luis Suarez mit einem Doppelpack bei seinem Comeback nach Knieoperation (39., 85.). Für England war der zwischenzeitliche Ausgleich von Wayne Rooney (75.), der sein erstes WM-Tor erzielte, zu wenig.

Der Champion von 1966, der zum Auftakt bereits gegen Italien 1:2 verloren hatte, muss nach der Gruppenphase die Heimreise antreten, Uruguay darf dagegen nach der 1:3-Blamage im ersten Match gegen Außenseiter Costa Rica wieder hoffen, trifft aber zum Abschluss am Dienstag (18 Uhr MESZ) in Natal auf den vierfachen Weltmeister Italien, der  am Freitag (18 Uhr) in Recife dem Überraschungsteam aus Mittelamerika mit 0:1 unterlag.

Uruguay-Trainer Oscar Tabarez nahm beim WM-Vierten von 2010 im Vergleich zum peinlichen ersten Auftritt gleich fünf Wechsel in der Startelf vor, neben Suarez begannen diesmal auch Alvaro Pereira, Jose Maria Gimenez, Nicolas Lodeiro und Alvaro Gonzalez, Kapitän Diego Lugano fehlte wegen einer Knieblessur. Englands Teamchef Roy Hodgson vertraute dagegen zunächst derselben Mannschaft wie bei der Niederlage gegen Vizeeuropameister Italien.

Vorsichtiges Spiel

Beide Teams agierten angesichts des drohenden Ausscheidens bei einer neuerlichen Niederlage zunächst überaus nervös, dementsprechend zerfahren war die Partie in der Anfangsphase. Die erste Chance resultierte aus einem 20-m-Freistoß von Rooney in Minute zehn, der knapp am linken Kreuzeck vorbeizischte. Auf der Gegenseite verfehlten Strafraumschüsse von Cristian Rodriguez (15.) und Edison Cavani (nach Suarez-Corner, 27.) ihr Ziel. Es folgte ein Lattenkopfball von Rooney nach Freistoß von Kapitän Steven Gerrard (31.).

Suarez nützte dagegen gleich seine erste Torchance eiskalt. Nach schnellem Konter und Stellungsfehler der englischen Abwehr bediente Cavani seinen Sturmpartner mit einer Idealflanke, die "El Pistolero" per Kopf über Tormann Joe Hart hinweg ins lange Eck zu seinem bereits 40. Länderspieltor versenkte. Wenig später prüfte Raheem Sterling Uruguay-Tormann Fernando Muslera (41.).

Muntere zweite Hälfte

Nach der Pause machten zunächst die Südamerikaner Druck. Suarez bereitete Hart mit einem aufs kurze Eck angetragenen Eckball riesige Probleme (49.), und Cavani jagte einen Sitzer mit dem Außenrist am langen Eck vorbei (52.). Noch nachlässiger war aber auf englischer Seite Rooney, der knapp außerhalb des Fünfers genau auf Muslera schoss (54.), diese vergebene Chance sollte sich am Ende rächen.

Nach 60 Minuten gab es dann eine Schrecksekunde, als Sterling bei einem Solo Pereira mit dem Knie am Kopf traf. Der Linksverteidiger war zwar kurz benommen und sein Teamarzt plädierte für seine Auswechslung, doch der 28-Jährige bestand darauf weiterzumachen und spielte bis zum Ende durch.

Rooney besiegt den WM-Fluch

Englands Bemühungen wurden schließlich mit dem Ausgleich durch Rooneys erstes WM-Tor nach toller Vorarbeit von Glen Johnson belohnt (75.). In der Folge scheiterte aber Daniel Sturridge (78.) an Muslera. Genau in dieser besten Phase der "Three Lions" schlug dann Suarez erneut zu, nachdem Gerrard den Abschlag von Muslera ungewollt zu seinem Club-Kollegen verlängerte. Der 27-Jährige ließ Cahill aussteigen und jagte den Ball unwiderstehlich aus vollem Lauf zur Entscheidung wuchtig in die Maschen. (APA, 19.6.2014)

Gruppe D (2. Runde):

Uruguay - England 2:1 (1:0)
Sao Paulo, Arena Corinthians, 62.100 Zuschauer (ausverkauft), SR Carballo (ESP)

Torfolge:
1:0 (39.) Suarez
1:1 (75.) Rooney
2:1 (85.) Suarez

Uruguay: Muslera - Caceres, Gimenez, Godin, Alvaro Pereira - Gonzalez (79. Fucile), Arevalo Rios, Cristian Rodriguez - Lodeiro (67. Stuani) - Suarez (88. Coates), Cavani

England: Hart - Johnson, Cahill, Jagielka, Baines - Gerrard, Henderson (88. Lambert) - Sterling (64. Barkley), Rooney, Welbeck (71. Lallana) - Sturridge

Gelbe Karten: Godin bzw. Gerrard

  • Killerinstinkt, Dein Name ist Suarez.
    foto: apa/ap/sohn

    Killerinstinkt, Dein Name ist Suarez.

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