Siegen oder heimfliegen

19. Juni 2014, 19:19
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Honduras vs. Ecuador Duell der noch Punktelosen - Honduras gegen Negativrekord bei WM - Duell zweier kolumbianischer Coaches und Freunde

Curitiba - Honduras droht vor dem Duell mit Ecuador am Samstag (0.00 Uhr MESZ) ein peinlicher Rekord: "Los Catrachos" müssen unbedingt vor der 37. Minute ein Tor schießen, sonst sind sie die Mannschaft, der bei einer WM am längsten kein Treffer gelungen ist. Damit käme man auch einem Sieg näher, der allein die Chancen auf das Achtelfinale am Leben erhalten würde. Auch Ecuador steht freilich unter Siegzwang.

Honduras, das zum Auftakt Frankreich 0:3 unterlag, hat seit 480 Minuten nicht mehr getroffen. Beim ersten WM-Start 1982 glückte Stürmer Antonio Laing beim 1:1 gegen Nordirland der bisher letzte Treffer. Damals scheiterte man nach zwei Remis als Gruppenletzter mit zwei Punkten und 2:3 Toren nur knapp in der Vorrunde. Zuletzt in Südafrika blieb das Team ohne Treffer und holte beim 0:0 gegen die Schweiz nur einen Zähler. Bisher hält Bolivien diese eher beschämende Bestmarke mit 517 Minuten. Erwin Sanchez beendete 1994 beim 1:3 gegen Spanien diese weit über fünf Partien dauernde Flaute.

"Für uns geht es um alles", wies Honduras' Verteidiger Juan Carlos Garcia auf die "große Bedeutung für uns" hin. "Wir können uns nicht den Luxus erlauben, noch ein Spiel zu verlieren." Sein Teamkollege Victor Bernardez forderte: "Wir müssen Biss zeigen." Die Mittelamerikaner spuckten zwar vor der WM große Töne, wurden aber von Frankreich auf Normalmaß zurechtgestutzt. "Wir wissen, dass wir gegen niemanden auf Augenhöhe spielen können", räumte Bernardez nach dem klaren 0:3 kleinlaut ein. Zudem fehlt der international erfahrene Wilson Palacios wegen seiner Gelb-Rot-Sperre.

Ecuador-Coach Rueda sagte im Rückblick auf das 1:2 gegen die Schweiz in der Nachspielzeit: "Wir haben keine Zeit zu trauern. Wir müssen uns darauf konzentrieren, sie zu schlagen." Er rechne mit "einem intensiven Match", in dem seine Mannschaft die weitgehend ordentliche Leistung gegen die Schweiz noch steigern müsse.

Eine Schlüsselrolle kommt Kapitän Antonio Valencia zu. Ecuadorianische Medien schoben ihm eine Teilschuld für die fehlende Torausbeute zu. Doch Rueda verteidigte den Mittelfeldmann von Manchester United. Für Valencia sei es "ein schwieriges Spiel" gewesen. Die Schweizer hätten sich gut auf ihn eingestellt und sein typisches Spiel auf dem rechten Flügel nicht zur Entfaltung kommen lassen. Gegen Honduras fordert aber auch er mehr von seinem Star.

Für Rueda ist es auch das Duell mit seinem kolumbianischen Landsmann und Trainerkollegen Luis Suarez. Die beiden kennen und schätzen sich nicht nur seit Jahren, sie haben auch jeweils den jetzigen Kontrahenten trainiert. Suarez übernahm 2004 Ecuador und blieb dort bis November 2007. Seinen größten Erfolg feierte er bei der WM 2006 mit dem Achtelfinaleinzug. Rueda schaffte mit Honduras die WM-Qualifikation für Südafrika. "Ich empfinde für Luis Fernando viel Zuneigung und Bewunderung", sagte Rueda. "Wir treten nun gegeneinander an. Aber nach dem Spiel wird die Freundschaft noch größer sein." (APA, 19.6.2014)

Gruppe E (2. Runde):

Honduras - Ecuador (Samstag, 00.00 Uhr MESZ, Curitiba, Arena da Baixada, SR Benjamin Williams/Australien)

Honduras: 18 Valladares - 21 Beckeles, 5 Bernardez, 3 Figueroa, 7 Izaguirre - 17 Najar, 14 Boniek, 19 Garrido, 15 Espinoza - 11 Bengtson, 13 Costly

Ersatz: 1 Lopez, 22 Escober - 2 Chavez, 4 Montes, 6 J. C. Garcia, 9 J. Palacios, 10 M. Martinez, 12 Delgado, 20 Claros, 23 Chavez, 16 R. Martinez

Es fehlt: 8 W. Palacios (gesperrt)

Teamchef: Luis Suarez (COL)

Ecuador: 22 Dominguez - 4 Paredes, 2 Guagua, 3 Erazo, 10 W. Ayovi - 16 A. Valencia, 6 Noboa, 23 Gruezo, 7 Montero - 11 Caicedo, 13 E. Valencia

Ersatz: 1 Banguera, 12 Bone - 18 Bagui, 21 Achilier, 5 Ibarra, 8 Mendez, 14 Minda, 15 Arroyo, 19 Saritama, 20 Martinez, 9 Rojas, 17 J. Ayovi

Teamchef: Reinaldo Rueda (COL)

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