Exhumierung soll Streit um Millionenerbe klären 

19. Juni 2014, 16:03
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Adoptierter Holländer will Abstammung von verstorbenem Dornbirner nachweisen

Bregenz - In einem Streit um ein Millionenerbe in Dornbirn soll nun der Erblasser exhumiert werden. Der Mann verstarb 2007, sein Erbe von über zehn Millionen Euro ging an seinen Sohn und seine Tochter. Seit mehreren Jahren will ein Holländer nachweisen, dass er ein leiblicher Sohn des Verstorbenen ist. Das Bezirksgericht Dornbirnentschied jetzt, das Grab zu öffnen, berichtete der ORF Vorarlberg am Donnerstag.

Der angebliche Sohn wurde 1970 in Vorarlberg geboren und wuchs als Adoptivkind in Holland auf. 2008 führte ihn die Suche nach seiner Herkunft nach Vorarlberg, nach seinen Recherchen ist der verstorbene Dornbirner sein leiblicher Vater. Demnach könnte ihm auch ein Teil des Erbes zustehen. Die beiden Kinder des Dornbirners wollen von einem unehelichen Sohn ihres Vaters jedoch nichts wissen. Nach einem durch die Instanzen gehenden, ergebnislosen Streit um Speichelproben zur Bestimmung der DNA, die die beiden verweigerten, soll nun eine Exhumierung des Leichnams in den nächsten Wochen Klarheit bringen.

Morddrohung

Unterdessen soll der Dornbirner Sohn des Verstorbenen den Niederländer angeblich mit dem Umbringen bedroht haben. Sollte dieser den Vater exhumieren lassen, werde er ihn erschießen. Der Mann, der laut dem Rundfunkbericht eine Waffe und einen Waffenschein besitzt, wurde dazu von der Polizei einvernommen, hieß es in dem Rundfunkbericht. (APA, 19.6.2014)

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