General Electric bessert Alstom-Offert auf

19. Juni 2014, 12:34
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Die Amerikaner wollen heute ihr Angebot präsentieren, das Siemens-Offert verweist Alstom unterdessen ins Land der Träume

Fairfield/Paris - Unter dem Druck der Rivalen Siemens und Mitsubishi bessert General Electric sein Offert für die Alstom-Energiesparte einem Zeitungsbericht zufolge auf: Die Amerikaner böten den Franzosen an, ihre Eisenbahn-Signaltechnik an die Alstom-Verkehrssparte abzugeben, berichtete "Le Figaro" am Donnerstag.

Alstom solle zudem am Stromnetzgeschäft beteiligt bleiben, wenn GE das gesamte Energiegeschäft von Alstom übernehme. GE in Frankreich wollte sich zu dem Bericht nicht äußern.

GE-Chef Jeff Immelt will am Donnerstag der französischen Regierung und den Gewerkschaften sein aufgestocktes Angebot vorstellen, wie ein mit den Plänen Vertrauter sagte. Er hatte vor einem Monat angeboten, die Firmenzentrale für das Netzgeschäft, die Wasser- und Windkraft sowie Dampfturbinen in Frankreich anzusiedeln. Immelt hatte zudem bereits angedeutet, GE erwäge einen Zusammenschluss der Signaltechnik, die unter Alstom-Kontrolle kommen solle.

"Ja, sie dürfen träumen"

Alstom-Chef Patrick Kron macht aus seiner Ablehnung des Siemens -Angebots weiter keinen Hehl. "Sie wollen unser Gasgeschäft und wir sollen ihr Transportgeschäft übernehmen, nun ja, sie dürfen träumen", sagte Kron einer Investorenkonferenz, wie die Analysten der französischen Bank Exane BNP Paribas in einem Marktkommentar am Donnerstag schreiben. "Am Ende des Tages, auch wenn es gelegentlich anders aussieht, werden die Aktionäre entscheiden", sagte der Firmenchef weiter in Anspielung auf die Versuche der französischen Politik, die Übernahme zu beeinflussen. Eine Alstom-Sprecherin wollte sich dazu nicht äußern.

Der Alstom-Verwaltungsrat soll sich bis Montag zwischen der 12,4 Milliarden Euro schweren Offerte des US-Konzerns General Electric und einem Gegengebot eines Konsortiums aus Siemens und der japanischen Mitsubishi Heavy entscheiden. Kron sagte laut Exane BNP weiter, das Gremium werde beide Gebote auf ihre Wirtschaftlichkeit, Machbarkeit und auf Risiken prüfen und die Ansichten der Aktionäre dabei berücksichtigen.

Staatsbank könnte bei Alstom einsteigen

Möglicherweise steht die französische Staatsbank BPI bereit, sich am künftigen Alstom -Konzern zu beteiligen. Das gelte unabhängig davon, welcher der beiden Bieter den Zuschlag für Alstom bekomme, sagte eine mit den Plänen vertraute Person. (APA/Reuters, 19.6.2014)

  • Die Fronten sind verhärtet.
    foto: reuters/stephane mahe

    Die Fronten sind verhärtet.

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