Faymann beginnt Balkan-Reise in Belgrad

19. Juni 2014, 09:47
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Bundeskanzler gemeinsam mit Verteidigungsminister Klug bei EUFOR- und KFOR-Soldaten

Wien/Belgrad/Sarajevo - Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hat am Donnerstag einen Besuch in verschiedenen Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien begonnen. Gemeinsam mit Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) ist Faymann am Donnerstag in Serbien und Bosnien-Herzegowina unterwegs, ehe er am Freitag im Kosovo und abschließend in Slowenien zu Gast ist.

In Belgrad stand am Donnerstag ein Gespräch mit Ministerpräsident Aleksandar Vucic auf dem Programm, in Sarajevo eines mit dem dortigen Regierungschef Vjekoslav Bevanda und in Prishtina (Pristina) ist ein Treffen mit Präsidentin Atifete Jahjaga geplant. In Camp Butmir nahe Sarajevo sowie in Prishtina gibt es ferner Treffen mit den im Rahmen der internationalen Schutztruppen EUFOR und KFOR engagierten Bundesheer-Soldaten.

Anschließend gibt es auf Schloss Brdo pri Kranju nahe Ljubljana ein Treffen mit den Regierungschefs von Slowenien und Kroatien, Alenka Bratusek und Zoran Milanovic.

Drei Schwerpunkte

Die Reise verfolge drei Schwerpunkte, hieß es im Vorfeld aus dem Büro des Kanzlers. Einer davon sei der "Friedensgedanke": "Kurz vor dem 100. Jahrestag des Attentats von Sarajevo besuchen Bundeskanzler und Verteidigungsminister die Region, die für die Erhaltung von Frieden und Stabilität in Europa von zentraler Bedeutung ist." Dort, wo vor hundert Jahren der Erste Weltkrieg seinen Ausgang genommen habe, seien heute wieder österreichische Soldaten stationiert. "Aber zur Friedenssicherung."

Zudem stehe die Visite des Bundeskanzlers im Zusammenhang mit der Hilfe für die jüngst von schweren Unwettern heimgesuchten Region. "Der Besuch gilt insbesondere jenen österreichischen Einheiten, die den von der jüngsten Hochwasserkatastrophe schwer betroffenen Ländern zur Seite stehen und auch jenen, die zur Stabilisierung der Region wesentlich beitragen."

Zudem möchte der österreichische Regierungschef mit seiner Reise auch die weitere Unterstützung Österreichs für den inneren Reformprozess der Länder des Westbalkans ausdrücken, der im Zusammenhang mit der weiteren Annäherung dieser Länder an die EU unverzichtbar sind: "Österreich als soziales und wirtschaftliches Modell hat dabei durchaus Vorbildcharakter." (APA, 19.6.2014)

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